Die Macht von Social Media im Fall Rammstein: „Moderne Krisenkommunikation geht anders“
. „Indem erfahrene Journalistinnen und Journalisten mit den mutmaßlichen Opfern gesprochen, die Geschichten geprüft, die Chatverläufe und Fotos gesichtet und teils ja sogar eidesstattliche Erklärungen bekommen haben, konnten sie sehr schnell jenen den Wind aus den Segeln nehmen, die das als erfundene Geschichten abgetan haben“, sagt Heuer.
Von der Band hört man während dieser Entwicklungen wenig bis gar nichts. Am 28. Mai ist auf dem offiziellen Twitter-Profil von Rammstein zu lesen, man könne ausschließen, dass die Vorwürfe, die das Konzert in Vilnius betreffen, zutreffen könnten. Dann die Rolle rückwärts: Auf Instagram erscheint am 3. Juni ein weiteres Statement.
„Aus einer professionellen Sicht war das dilettantisch“, sagt Heuer. „Moderne Krisenkommunikation auf Social Media sieht anders aus: schneller, persönlicher, anteilnehmender. Inzwischen haben Rammstein ja aber offenbar eingesehen, dass sie Unterstützung brauchen, und eine Kommunikationsagentur engagiert.
vertreten wird. Die Anwälte monierten die Berichterstattung der vergangenen Tage. „In den sozialen Netzwerken, insbesondere auf Instagram, Twitter und bei YouTube, wurden von diversen Frauen schwerwiegende Vorwürfe zulasten unseres Mandanten erhoben“, heißt es in einer Mitteilung. „So wurde wiederholt behauptet, Frauen seien bei Konzerten von Rammstein mithilfe von K.-o.
Für den Social-Media-Experten Heuer ist das ein überfälliger Schritt und auch ein Zeichen: Man nimmt die Vorwürfe ernst. „Es spricht dafür, dass die Band nicht mehr glaubt, allein mit über Twitter oder Instagram verbreiteten Kurzstatements die Angelegenheit aus der Welt räumen zu können. Mich wundert nur, wie lange es auch hier gedauert hat, bis diese Erkenntnis gereift ist.“Wie man in einer Krisensituation richtig kommuniziert, weiß Hendrik Unger.
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