Temperaturen von über 30 Grad - das wird künftig voraussichtlich öfter so sein. Bonn stellt sich darauf mit neuen Konzepten ein.
Wenn die Sonne brennt und die Temperaturen hoch sind, braucht es Orte zum Abkühlen. Zum Beispiel mehr Grün, Schattenplätze und Wasser, wie auf einem neu gestalteten Platz in der Bonner Innenstadt.
Es blüht und grünt rund um den neuen Platz an der Budapester Straße mit seinem hellen Pflaster. Vor drei Jahren sah das noch anders aus: Grau und traurig, große Mülltonnen standen in der Mitte auf dunklem Asphalt.. Sie ist Sachgebietsleiterin für Klimaanpassung. Jetzt gibt es hier Bäume, Blumen, Fassadenbepflanzung und Bänke und das lädt zum Verweilen oder zum Abkühlen im Schatten ein.
Kühles Wasser sprudelt neben dem Spielplatz und es gibt einen Trinkbrunnen. Es ist eine von 26 Maßnahmen, mit denen sich Bonn für weitere Hitzesommer wappnen will. 1,2 Millionen Euro hat die Umgestaltung an der Budapester Straße gekostet. Dort gibt es nun Sensoren, die die Temperatur messen. Der Effekt muss sich zeigen, denn Vergleichszahlen dazu, welchen Temperaturunterschied die Begrünung macht, gibt es keine - die Sensoren sind neu.
Aus wissenschaftlichen Messungen an anderen Standorten wisse man aber, dass begrünte Flächen um etwa zehn Grad kühler seien, so Löffler.60 dieser Sensoren sollen künftig die Temperaturen an unterschiedlichen Orten messen. Das Gesundheitsamt Bonn veröffentlicht die Ergebnisse dann auf seiner Internetseite. Dort arbeiten Carina Lüchtefeld und ihre Kolleginnen und Kollegen gerade an einem Hitzeaktionsplan mit noch mehr Informationen und Warnungen bei hohen Temperaturen. Zum Beispiel: Viel trinken, auf Mitmenschen, wie ältere Nachbarn, achten.
Mit solchen Aufrufen und den Infos wolle man die Bonnerinnen und Bonner für das Thema sensibilisieren. Auch eine Karte mit den kühlsten Orten in Bonn gibt es, dazu zählen Parks und Kirchen. Trinkwasserbrunnen sind ebenso aufgelistet. Alles Maßnahmen im Klimaanpassungskonzept.
Einige sind schon umgesetzt, andere in Planung oder warten auf die Finanzierung. Professor Matthias Garschagen vom Institut für Geodäsie und Geoinformation der Uni Bonn glaubt, dass die Stadt sei auf einem guten Weg ist. Bei Diskussionen um die Maßnahmen gegen Hitze sollen die Bürger mitgenommen werden. Am Stiftsplatz soll zum Beispiel in Zukunft auch eine Begrünung helfen.
Für die Umgestaltung fallen aber Parkplätze weg, da ist Ärger vorprogrammiert. Das Umdenken sei oft nicht leicht, sagt Jessica Löffler. Wenn's in Bonn grüner werden soll, heißt das Zauberwort wohl Bürgerbeteiligung.
"Wir leben hier in einer Kulisse aus Beton, Asphalt, hohen Gebäuden und dichter Bebauung und Straßen und das lässt sich nicht einfach auf Knopfdruck verändern" Die Bevölkerung mitnehmen und auch für das Thema zu werben, aber auch nicht gegen andere Themen auszuspielen ", sagt Garschagen. Ein konkretes Beispiel dafür aus Bonn nennt er nicht. Schwierigkeiten bereiten dabei klamme Kassen und die Frage, was priorisiert werden müsse. Nicht immer gehe es dabei wirklich darum, was klimatechnisch am sinnvollsten ist.
Das Konzept liegt auf dem Tisch. Jetzt geht es darum, was wann umgesetzt werden kann und wie es finanziert wird. In Bonn gibt es eine Haushaltssperre und jede Ausgabe muss geprüft werden. Nordbrückensperrung hat massive AuswirkungenAm Bonner Hauptbahnhof ist am Morgen eine Frau von einem Güterzug erfasst worden.
Sie wollte im Gleisbett eine Flasche aufsammeln.6 bis 13 Jahre - so viel fordert die Staatsanwaltschaft für die sechs Männer, die mehrere Tonnen Drogen geschmuggelt haben sollen. Hohe Haftstrafen nach Drogenschmuggel erwartetWelche Gefahren birgt der Rhein?
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