Krieg in Israel und Gaza im News-Ticker vom 1. bis 7. Januar

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Die Hamas feuert Raketen auf Israel, dessen Armee greift Ziele im Gazastreifen.

Immer mehr Siedlergewalt im Westjordanland 29 israelische Soldaten durch Unfall oder Eigenbeschuss getötet Weitere Artikel und Hintergründe zum Krieg zwischen Israel und GazaDie USA kündigen den Abzug ihres Flugzeugträgers USS "Gerald R.

Ford" aus dem östlichen Mittelmeer an. Der modernste Träger der US-Flotte werde zu seinem Heimathafen im Bundesstaat Virginia zurückkehren, teilt das Militär mit. Der Verband war nach dem Angriff der radikal-islamischen Hamas auf Israel in die Region entsandt worden. Verteidigungsminister Lloyd Austin verlängerte den Einsatz der "Gerald R. Ford" und ihrer Begleitschiffe dreimal. Er sollte als Abschreckung gegen ein direktes Eingreifen etwa des Irans in den Gaza-Krieg dienen.Israels Armee gibt Angriffe auf Ziele im Libanon bekannt. Dazu gehörten militärische Einrichtungen, die von der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz genutzt worden seien. Diese gibt ihrerseits fast zeitgleich auf Telegram den Tod von drei ihrer Kämpfer im Südlibanon bekannt. In der Erklärung werden keine Einzelheiten genannt.Gewalttaten von israelischen Siedlern gegen Palästinenser im Westjordanland haben nach Angaben von Aktivisten 2023 einen neuen Höchststand erreicht. Die Gewalt habe mindestens zehn Tote zur Folge gehabt, teilte die israelische Menschenrechtsorganisation Jesch Din am Montag mit. "Die Siedlergewalt ist die Politik der israelischen Regierung", erklärte die Nichtregierungsorganisation. Die Zahl der Vorfälle und ihre Schwere habe 2023 Negativrekorde gebrochen, vor allem seit dem 7. Oktober. "Die ersten beiden Monate nach" jenem Tag seien "besonders gewalttätig" gewesen, erklärte Jesch Din und verwies auf 242 Gewalttaten. Dutzende Wohnhäuser und Fahrzeuge von Palästinensern seien 2023 von Siedlern beschädigt worden, erklärte die NGO, die seit 2006 Gewalt dieser Art erfasst. Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten zählte im abgelaufenen Jahr 1.225 Angriffe von Siedlern auf Palästinenser.Israels Oberstes Gericht hat ein Kernelement der umstrittenen Justizreform gekippt. In einem am Montag veröffentlichten Urteil erklärten die Richter eine im Juli verabschiedete Gesetzesänderung für nichtig. Diese hatte dem Gericht die Möglichkeit genommen, gegen "unangemessene" Entscheidungen der Regierung vorzugehen.17.30 Uhr: Folgen des Krieges –Israels Zentralbank senkt Leitzins Die israelische Zentralbank hat unter Verweis auf die Folgen des Gaza-Krieges den Leitzins gesenkt. Die Bank of Israel setzte ihn am Montag auf 4,50 Prozent nach zuvor 4,75 Prozent fest. "Der Krieg hat erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen, sowohl auf die reale Wirtschaftstätigkeit als auch auf die Finanzmärkte", erklärte sie. "Es besteht eine große Unsicherheit hinsichtlich der erwarteten Schwere und Dauer des Krieges." Dies wirke sich wiederum auf die wirtschaftliche Aktivität aus.An der Grenze zwischen Israel und dem Libanon hat es am Montag erneut gegenseitigen Beschuss gegeben. Israels Armee habe Terroristen angegriffen, die versucht hätten, Drohnen Richtung Israel zu starten, teilte das Militär mit. Die Hisbollah-Miliz habe außerdem versucht, aus einem zivilen Gebiet Drohnen in Richtung Israel abzufeuern. Israels Armee habe wiederum die «terroristische Infrastruktur der Hisbollah im Libanon» attackiert, hieß es von der Armee weiter. Einzelheiten der Vorfälle blieben unklar. Im Norden Israels wurde den Angaben nach mehrfach Raketenalarm ausgelöst.Binnen 24 Stunden sind bei israelischen Angriffen im Gazastreifen nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde 156 Palästinenser getötet worden. Rund 250 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte ein Sprecher am Montag mit. Damit seien seit Beginn des Kriegs vor fast drei Monaten insgesamt 21.978 Menschen getötet und rund 57.700 weitere verletzt worden. Es wird dabei nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern unterschieden. Bei rund 70 Prozent der Getöteten soll es sich um Frauen und Minderjährige handeln. Die Zahlen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Israel sprach von mehr als 8.000 im Gaza-Krieg getöteten Terroristen.Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im Gazastreifen einen Kommandeur der islamistischen Hamas getötet, der führend an dem Terrorangriff auf Israels Grenzorte am 7. Oktober beteiligt gewesen sein soll. Der Kommandeur der Hamas-Einheit "Nuchba" in Dair al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens sei bei einem Luftangriff getötet worden, teilte das israelische Militär am Montag mit. Von der Hamas gab es dazu zunächst keine Reaktion.Nach Einschätzung von Lidia Averbukh, Nahost-Expertin, hat der Iran kein Interesse an einer Ausweitung des Krieges im Gazastreifen. Der Iran sei zwar daran interessiert, den Konflikt zwischen der radikalislamischen Hamas und Israel "auch in diesem Ausmaß so lange wie möglich aufrechtzuerhalten", sagte die für die Bertelsmann-Stiftung tätige Politikwissenschaftlerin der Nachrichtenagentur AFP. Teheran wolle aber "nicht zu viel der eigenen Stärke verspielen" und daher nicht riskieren, dass die Eskalation "zu groß" werde.Im Krieg gegen die Hamas zieht Israel nach Angaben eines Militärvertreters Teile seiner Truppen aus dem Gazastreifen ab. So sollten Reservisten ins Zivilleben zurückkehren, um die Wirtschaftsentwicklung zu unterstützen. Andere Teile der abgezogenen Truppen sollten sich auf das Entstehen einer möglichen zweiten Front im Libanon vorbereiten. Im Gazastreifen trete der Krieg mit gezielten Operationen gegen die Hamas in eine neue Phase ein. "Das wird mindestens sechs Monate dauern", sagte der Militärvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte.Jeder Sechste der seit Beginn der Bodenoffensive im Gazastreifen gefallenen israelischen Soldaten ist versehentlich durch eigene Kameraden oder einen Unfall getötet worden. Die israelische Armee bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte. Dies betreffe insgesamt 29 Soldaten. 18 davon seien durch Beschuss eigener Truppen – "friendly fire" – ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden durch einen versehentlich gelösten Schuss getötet und neun weitere durch Unfälle etwa mit Munition. Seit Beginn der israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen Ende Oktober sind nach Militärangaben insgesamt 172 Soldaten und Soldatinnen getötet worden. Mehr als 900 weitere wurden verletzt. Die Zahl der bisher in Gaza getöteten Palästinenser beläuft sich nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde auf 21.822.01.19 Uhr: Drohne über Luftwaffenstützpunkt im Irak abgeschossen Eine Drohne ist nach Angabe von Insidern über dem Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad im Westirak abgeschossen worden. Es gebe keine Opfer oder Schäden, heißt es aus irakischen Militärkreisen. Auf dem Stützpunkt sind US-amerikanische und andere internationale Streitkräfte stationiert. Es ist der zweite Angriff innerhalb weniger Stunden, nachdem am Sonntag eine Drohne über dem Flughafen von Erbil im Nordirak abgefangen wurde. Das US-Militär wurde seit Beginn des Gaza-Krieges mindestens hundert Mal im Irak und in Syrien angegriffen, meist mit Raketen oder Drohnen.Raketen aus dem Gazastreifen lösen in der Nacht Luftalarm im Zentrum und Süden Israels aus. Israelische Medien berichten von zahlreichen Abfangmaßnahmen. Direkte Treffer sind bislang nicht bekannt. Der bewaffnete Flügel der Hamas erklärt, der Beschuss sei eine Reaktion auf "Massaker an Zivilisten" im Gazastreifen.

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