Krisen-Gespräch zum Ukraine-Konflikt: Lage 'sehr, sehr ernst' Ukraine Russland EU NATO
Die westlichen Verbündeten haben in einer Schaltkonferenz zur Ukraine-Krise noch einmal ihre Entschlossenheit betont, mit schnellen und tiefgreifenden Sanktionen auf eine mögliche russische Invasion in der Ukraine zu reagieren.
Aus deutschen Regierungskreisen hieß es anschließend, die Lage werde von den Teilnehmern aus Europäischer Union und NATO als"sehr, sehr ernst" eingeschätzt. Man wolle weiter versuchen, Russland mit diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation zu bewegen. Ähnliche Worte wählte Regierungssprecher Steffen Hebestreit auf Twitter."Es gilt einen Krieg in Europa zu verhindern", schrieb er.rieten weitere Länder ihren Staatsangehörigen, die Ukraine zu verlassen: Kanada, Japan, die Niederlande, Norwegen und Lettland. Auch Großbritannien forderte seine Bürger und Bürgerinnen auf,"auf kommerziellen Wegen" auszureisen,"solange diese noch verfügbar sind". London entschied zudem, weiteres Botschaftspersonal abzuziehen. Deutschland warnt bislang lediglich vor nicht notwendigen Reisen in die Ukraine und rät dringend davon ab, sich in von prorussischen Separatisten kontrollierte Gebiete im Osten sowie auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim zu begeben."Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Bewegungen russischer Militärverbände nahe der ukrainischen Grenzen" sollten sich Reisende über die Sicherheitslage zu informieren, heißt es zudem.Nach dem Krisen-Telefonat trat der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, vor die Presse."Wir sehen weiterhin Anzeichen für eine russische Eskalation, einschließlich neuer Truppen, die an der ukrainischen Grenze eintreffen", sagte er. Allerdings wolle er damit nicht sagen wolle, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine Entscheidung für eine Invasion bereits getroffen habe."Wir befinden uns in einem Zeitfenster, in dem eine Invasion jederzeit beginnen könnte, sollte sich Wladimir Putin dazu entschließen, sie anzuordnen", sagte Sullivan. Dies könne auch während der Olympischen Spiele der Fall sein. Ähnlich hatte sich zuvor US-Außenminister Antony Blinken geäußert.
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