Mithilfe des sogenannten 'SIM-Swapping' ist es Betrügern vergangenes Jahr gelungen, einem Nutzer der Krypto-Handelsplattform Coinbase Krypto-Werte in Höhe von 96.000 US-Dollar zu stehlen. Nun hat der Geschädigte eine Klage gegen Coinbase eingereicht und verlangt umfangreiche Entschädigungen. Der Fall könnte zu einem Präzedenzfall der Krypto-Rechtsprechung werden.
Die Methode, mit der die Betrüger es schafften, laut Ferguson innerhalb von acht Stunden seine gesamten Krypto-Werte und damit rund 90 Prozent seiner Lebensersparnisse zu erbeuteten, setzt bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung an, die eigentlich eine zusätzliche Sicherheitsstufe für Nutzer gewährleisten soll.
Laut Ferguson hatte ihn sein Mobilfunkanbieter im Mai vergangenen Jahres darauf hingewiesen, dass ein SIM-Karten-Änderungsantrag eingegangen sei, obwohl er diesen nicht veranlasst hatte. Am darauffolgenden Tag, nachdem er sein Smartphone zurückgesetzt hatte, habe er den Diebstahl dann entdeckt. Ferguson behauptet in der Anklage, daraufhin Coinbase unverzüglich kontaktiert zu haben.
Coinbase weist wiederum alle Vorwürfe von sich. Laut einer in der Anklage zitierten E-Mail an Ferguson schreibt Coinbase, dass"die Kunden für alle Aktivitäten verantwortlich sind, die stattfinden, wenn diese Geräte oder Passwörter kompromittiert werden.
Ferguson wirft Coinbase in der Anklage außerdem vor, wegen der fehlenden Überwachung seiner Transaktionen und der unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen gegen kalifornisches Recht verstoßen zu haben. Im Vergleich zu seiner vorherigen Kontoaktivität habe es sich bei der Transaktion um eine sehr unübliche Bewegung gehandelt, die Coinbase hätte auffallen müssen.
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