Während der Aufbau von Ladeinfrastruktur in Deutschland gut voranschreitet, insbesondere an Autobahnen, Arbeitsplätzen und Kundenparkplätzen, gibt es in Mehrfamilienhäusern kaum Fortschritte. Dies bremst den Boom der Elektromobilität, insbesondere in städtischen Gebieten, da die Mehrheit der E-Auto-Fahrer zu Hause laden. Die Marktforscher von UScale weisen den mangelnden Ausbau in Mehrfamilienhäusern auf die komplizierte Abstimmung zwischen den Eigentümern zurück.
Der Aufbau von Ladeinfrastruktur in Deutschland kommt laut den Marktforschern von UScale gut voran, allein im Segment der Mehrfamilienhäuser stecke der Umbau für die E-Mobilität fest. Während Nutzende von E-Fahrzeugen immer mehr Lademöglichkeiten an Autobahnen, bei ihren Arbeitgebern oder auf Kundenparkplätzen vorfänden, gebe es in Mehrfamilienhäuser n kaum Zuwachs.
Damit werde der Hochlauf der Elektromobilität besonders in den städtischen Gebieten deutlich gebremst. In Deutschland wird das Elektroauto überwiegend zu Hause geladen: Rund 80 Prozent tun dies laut UScale. 85 Prozent von ihnen laden an einer Wallbox, 14 Prozent an einer normalen Steckdose. Auf Platz zwei der genutzten Ladeorte folgen Lademöglichkeiten an Autobahnen und Schnellstraßen . Danach werden Arbeitgeberparkplätze, Kundenparkplätze und öffentliche Normallademöglichkeiten von etwa gleich vielen E-Auto-Fahrern angesteuert . Schnelllade-Hubs in innerstädtischen Bereichen werden von 22 Prozent genutzt. Wie Umfragen von UScale zu den Ladegewohnheiten zeigen, ist das Bedürfnis nach flächendeckender Infrastruktur weiter gestiegen. Besonders bei Neueinsteigern in die Elektromobilität wachse die Sorge, bei Bedarf keine verfügbare Ladesäule zu finden.Beim Ausbau von Lademöglichkeiten bleiben Mehrfamilienhäuser laut UScale deutlich hinter den Bedarfen zurück. Während E-Auto-Fahrer, die im Einfamilienhaus wohnen, zu 90 Prozent zu Hause laden können, ist dieser Anteil bei E-Auto-Fahrenden im Mehrfamilienhaus im letzten Jahr nur von 53 auf 55 Prozent gestiegen. So wundert es nicht, dass auch der Anteil der Elektroauto-Besitzer, die in Mehrfamilienhäusern wohnen, nicht gewachsen ist. Ursache für den schleppenden Ausbau in Mehrfamilienhäusern sei die häufig komplizierte Abstimmung unter den Eigentümern, erklären die Marktforscher. „Gerade in Wohnungseigentümergemeinschaften ist es schwer, dass sich alle Eigentümer von Beginn an auf eine skalierbare Lösung für Ladetechnik einigen“, sagt Studienleiter Axel Sprenger. „Es gibt quasi keine Lösung, die sich schrittweise ausbauen lässt, ohne zu Beginn Kosten für Noch-nicht-EV-Fahrer erzeugen. Eine schnelle Lösung ist hier nicht in Sicht.“ Eine deutlich bessere Situation ergebe sich zum Laden beim Arbeitgeber. Neueinsteiger bestätigten gestiegene Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz. Das Laden beim Arbeitgeber sei nicht nur praktisch, sondern auch finanziell attraktiv: 48 Prozent der Arbeitgeber mit Ladeangebot übernähmen die Ladekosten komplett. Bei Privatwagen würden immerhin 46 Prozent die Ladekosten übernehmen.„Sehr attraktiv ist weiterhin das Laden im Einzelhandel. eAuto-Fahrer beklagen jedoch eine hohe Auslastung und in Folge geringe Verfügbarkeit“, berichtet UScale. „Grundsätzlich bewerten die Marktbeobachter die Situation für Anbieter von Ladeinfrastruktur als anspruchsvoll. Ihre Situation ist wirtschaftlich angespannt, da der Verkauf von eAutos langsamer steigt als angenommen. Damit bleibt die Auslastung hinter den Erwartungen zurück. Der Kampf um Ladekunden wird damit härter und bedarf größerer Anstrengungen.“ „Rund ein Viertel der Menschen, die sich ein eAuto anschaffen, wechseln mit dem Kauf des Fahrzeugs den Hausstromanbieter. Der Antriebswechsel wird für die großen Versorger und Stadtwerke also zu einem kritischen Moment in der Kundenbindung“, so UScale.Was?!? Es gibt keine Probleme mit der Ladeinfrastruktur! Das schreiben die doch nur um Angst vor der e Mobilität zu schüren!!!Ich sehe in dem Artikel nur ein Problem. Das ist das Mehrfamilienhaus an sich. Mit der Elektromobilität hat das nur nebenbei zu tun.So pauschal „Es gibt keine Probleme…“ kann ich NICHT unterzeichnen. Ich habe Freundes- und Bekanntenkreis, die meisten auf dem ländlichen Gegend wohnen. Dort gibt es noch große Verbesserungspotenzial . Ausserdem finde ich besonders bei Mehrfamilienhäuser großes Problem: Die Abstimmung aller Eigentumswohnung-Besitzer, wenn einer ablehnen, können sie keine Wallboxen anbringen. Auch für die Mietwohnung-Bewohner ist hier noch großes Problem.Man hat in einem Mehrfamilienhaus auch immer das Recht auch nur eine Ladestation eventuell auch gegen das Votum der Mehrheit durchzusetzen.4,8% des Bestands haben einen Stecker. Dich wundert es wirklich, dass es Szenarien ohne Lademöglichkeit gibt, wo 95% des Bestands bislang keine Lademöglichkeit benötigt? Bemitleidenswert! Das Vorhandensein von Lademöglichkeiten ist momentan überhaupt kein Problem. Thema sind eher Preise und Verfügbarkeit. Eine Ladesäule pro MFH wäre z.B. doch nur ein Symbol, aber nichts worauf man sich verlassen würde. Das ist sowieso der falsche Lösungsweg, der richtige sprießt in Form von HPCs an hoch frequentierten Orten überall aus dem Boden.
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