Thomas Groß wird seinen Vertrag bei der Landesbank nicht verlängern. Zuletzt musste sich der Vorstandsvorsitzende vor allem mit stark sinkenden Gewinnen seines Instituts beschäftigen.
Der Vorstandsvorsitzende Thomas Groß verlässt im Herbst kommenden Jahres die Landesbank Hessen-Thüringen . Groß werde auf eigenen Wunsch mit Ablauf seines Vertrags im Oktober 2027 in den Ruhestand gehen, teilte die Helaba am Freitagnachmittag mit.
Der 61‑Jährige steht seit gut sechs Jahren an der Spitze der Bank. Dem Vorstand gehört er bereits seit 2012 an. Die Ankündigung fällt in eine schwierige Phase der Bank. Für die ersten sechs Monate 2026 musste die Helaba einen herben Ergebnisrückgang hinnehmen.
Der Vorsteuergewinn brach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 60 Prozent auf 194 Millionen Euro ein. Probleme zeigten sich vor allem im Geschäft mit Gewerbeimmobilien. In der Immobiliensparte verzeichnete die Helaba sogar einen Verlust von 26 Millionen Euro. Als Reaktion auf die Probleme im Immobiliengeschäft kündigte Groß Einsparungen an.
Die Bank wolle bei den „Sachkosten deutliche Kostensenkungen vornehmen“ und die Zahl der Beschäftigten senken, indem sie frei werdende Stellen weniger nachbesetze. Die Projektentwicklungstochter OFB soll umstrukturiert werden. Es gebe „signifikante Abbaunotwendigkeiten“. Für das Gesamtjahr senkte die Frankfurter Landesbank ihre Prognose auf ein Vorsteuerergebnis von 500 Millionen Euro.
Zuvor hatte die Helaba mit 600 bis 700 Millionen Euro gerechnet. Trotzdem hält die Helaba an ihrer Mittelfristprognose fest. Sie will das Ergebnis in den kommenden fünf Jahren auf eine Milliarde Euro vor Steuern steigern. Groß hatte sich für eine Konsolidierung des Sektors ausgesprochen und auch für Fusionen der Helaba.
Ein Zusammengehen mit dem Sparkassen-Fondsdienstleister kam aber nicht zustande. Beim Verkauf des Sparkassen-Immobilienanbieters Berlin Hyp ging die Helaba ebenfalls leer aus. Den Zuschlag bekam stattdessen die LBBW. Als möglicher Nachfolger gilt Ingo Wiedemeier, der per 1.
August zum stellvertretenden Vorstandschef bestellt wurde. Der 55-Jährige ist seit April Helaba-Finanzvorstand und war zuvor Vorstandschef der Frankfurter Sparkasse, die zum Helaba-Konzern gehört. Auch Groß‘ Vorgänger, Herbert Hans Grüntker, war zuvor Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse. Der Aufsichtsratschef der Helaba, Stefan Reuß, erklärte, man hätte die Zusammenarbeit mit Groß gerne fortgesetzt, respektiere aber seine Entscheidung, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.
, deren Verband Reuß führt. Sie halten 50 Prozent. Beim Land Hessen liegen 30 Prozent. Die übrigen Träger sind das Land Thüringen sowie weitere Sparkassen.
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