Nachdem der Morgen in Le Mans noch verregnet gewesen war, konnten die MotoGP-Piloten in FP2 mit Trockenreifen auf Zeitenjagd gehen. Jack Miller hinterließ den besten Eindruck. Stefan Bradl stieg ebenfalls ein.
Auf der zunächst abtrocknenden und später komplett trockenen Strecke drehte Jack Miller im zweiten Freien Training die schnellste Runde und hinterließ somit den besten Eindruck zum Auftakt des Frankreich-GP.
Am Morgen war der Kurs in Le Mans noch nass und die Temperaturen niedrig. Nur 15 Grad bereiteten den MotoGP-Piloten Probleme. Mittags war es nur ein Grad wärmer, aber immerhin regnete es nicht mehr. Trotzdem waren sich die Fahrer nicht einig: Die Suzuki-Piloten Alex Rins und Joan Mir gingen mit Regenreifen raus. Der WM-Zweite Mir setzte sich mit einer Zeit von 1:43,515 min an die Spitze. Valentino Rossi, Jack Miller und Francesco Bagnaia setzten dagegen auf Trockenreifen. Während das Ducati-Duo keine gezeitete Runde hinlegte, fehlten Rossi über sechs Sekunden auf P1. Nach acht Minuten unterbot Johann Zarco, der schon am Morgen stark war, die Bestzeit um über 1,7 sec. Auch der zukünftige Pramac Racing-Fahrer setzte auf Regenreifen. Für Trockenreifen war es noch zu früh und so blieb es auf dem Bugatti Circuit lange Zeit ruhig. Zarco steigerte sich stetig und führte nach zwölf Minuten vor Yamaha-Crack Maverick Vinales und Jack Miller, der sich mit einem weichen Vorder- und einem weichen Hinterreifen auf Rang 3 schob. Wenig später demonstrierte der Australier seine Stärke unter diesen Misch-Bedingungen und unterbot als bislang einzgier Fahrer die 1:40-min-Marke. Inzwischen war auch eine trockene Spur auf dem Asphalt zu erkennen. Die Folge: Die Fahrer bekamen auf ihr Dashboard die Meldung, einen Reifenwechsel vorzunehmen. Stefan Bradl hatte am Morgen noch ausgesetzt, da zwei anstrengende Tage im portugiesischen Portimao hinter ihm lagen. In FP2 mischte der gebürtige Augsburger dann aber mit und belegte zwischenzeitlich den vierten Platz. Am Ende wurde er 17. Nach etwas mehr als 20 Minuten der erste größere Zwischenfall: Johann Zarco benötigte zunächst die Hilfe der Streckenposten, um wieder losfahren zu können. Dann tauchte der Franzose plötzlich abseits der Strecke und hinter den Leitplanken fahrend auf, ehe er wieder in der Box ankam. Ein technisches Problem war der Auslöser für die Verwirrung. Zuvor waren beinahe Joan Mir und Jack Miller miteinander kollidiert. Für das Duo ging es aber glimpflich aus. Jetzt purzelten die Bestzeiten: Takaaki Nakagami verdängte Alex Rins mit einer 1:35,924 min und setzte sich an die Spitze. Iker Lecuona neuer Dritter, Stefan Bradl auf P6. Es blieb betriebsam und dann erwischte es den Schnellsten der Morgeneinheit: Bradley Smith mit einem Highsider. Der Brite humpelte aber eigenständig durch das Kies davon. Nur wenige Minuten später crashte Andrea Dovizioso in Turn 3 und auch Maverick Vinales musste einmal den Notausgang durch das Kiesbett in Anspruch nehmen. Fünf Minuten vor dem Schluss hatte sich die Reihenfolge massiv verändert: Miller vor Franco Morbidelli, Cal Crutchlow und Nakagami. Auch Zarco konnte nach den Problemen wieder auf die Strecke. Ihm gelang ein Sprung auf P4. Der nächste Sturz ging auf das Konto von Brad Binder, der zum Zeitpunkt seines Abflugs nur auf P21 lag. Aber es war nicht der letzte Crash. In der Schlussminute verlor auch noch Takaaki Nakagami das Vorderrad. Miller behauptete dagegen die Spitzenposition.2. Vinales, Yamaha, + 0,144 sec
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