US-Präsidentschaftswahlkampf: Letzte Vorwahl vor dem 'Super Tuesday': Warum South Carolina so wichtig für die Demokraten ist
In South Carolina können deutlich mehr Schwarze abstimmen als bei den bisherigen Vorwahlen in den Bundesstaaten Iowa, New Hampshire und Nevada.- der dem moderaten Flügen der Demokraten angehört - hofft, bei dieser Wählergruppe punkten zu können.
"Ich habe wie der Teufel dafür gearbeitet, die Stimmen der schwarzen Amerikaner zu gewinnen, nicht nur hier, sondern überall im Land", sagte Biden bei einer TV-Debatte der demokratischen Kandidaten in Charleston in South Carolina am Dienstag. Auf die Frage, ob er seine Kandidatur auch im Fall einer Niederlage in South Carolina fortführen wolle, antwortete er:"Ich werde South Carolina gewinnen." Biden ist auf einen Erfolg dringend angewiesen: Bei den ersten drei Vorwahlen hatte der einstige Umfragefavorit schlecht abgeschnitten. Im Bundesstaatlandete der 77-Jährige nur auf dem vierten Platz, in New Hampshire dann sogar nur auf Platz fünf, bevor er in Nevada immerhin den zweiten Platz errang. Ein Erfolg in South Carolina könnte ihm Aufschwung vor dem Superwahltag"Super Tuesday" am kommenden Dienstag geben, bei dem in 14 Bundesstaaten gewählt wird.Die Vorwahl in South Carolina ist für die Bewerber der erste Test, wie sie bei Afroamerikanern abschneiden. In den drei Bundesstaaten, in denen zuvor gewählt wurde, leben vergleichsweise wenig Schwarze. Auch symbolisch ist ein Erfolg in South Carolina wichtig: In den vergangenen Jahrzehnten wurde bei den Demokraten meist jener Bewerber Präsidentschaftskandidat, der zuvor in dem Südstaat gewonnen hatte.Neben Biden und Sanders sind noch sechs weitere Bewerber im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten: Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, 78, der Ex-Bürgermeister von South Bend , Pete Buttigieg, 38, die Senatorin Amy Klobuchar, 59, der frühere Hedgefonds-Manager Tom Steyer, 62, die Senatorin Elizabeth Warren, 70 und die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, 38. Bloomberg tritt in South Carolina – wie bei den bisherigen Vorwahlen – nicht an. Der Multimilliardär ist erst spät ins Rennen eingestiegen und steht erstmals am"Super Tuesday" auf den Wahlzetteln. Sanders, der inzwischen die landesweiten Umfragen klar anführt, dürfte in South Carolina auf dem zweiten Platz landen. Meinungsforscher sehen den Milliardär Tom Steyer auf dem dritten Platz. Der 62-Jährige ist bei den Vorwahlen bislang kaum aufgefallen, hat aber massiv Wahlwerbung in South Carolina geschaltet. Außerdem konnte er mit der Forderung nach Reparationszahlungen für Schwarze wegen der Zeit der Sklaverei punkten.Buttigieg hatte sich bei der ersten Vorwahl in Iowa Anfang Februar ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Sanders geliefert, war am Ende aber auf etwas mehr Delegierte gekommen. Bei der Vorwahl in New Hampshire konnte sich Sanders knapp gegen Buttigieg durchsetzen, Nevada gewann Sanders dagegen mit deutlichem Vorsprung vor Biden und Buttigieg.Die Wahllokale in South Carolina am Samstag öffnen um 7 Uhr . Sie schließen um 19 Uhr . Im Anschluss wird mit ersten Ergebnissen gerechnet. Die Vorwahlen ziehen sich noch bis Juni hin. Auf Nominierungsparteitagen küren Demokraten und Republikaner danach endgültig ihre Präsidentschaftskandidaten - die Demokraten im Juli in Milwaukee , die Republikaner im August in Charlotte .
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