Erst tat sich Lewis Hamilton schwer mit den Pirelli-Reifen, die eine andere Fahrweise als gewohnt verlangten. Doch im Spanien-GP von 2012 fiel der Groschen, wie sich sein damaliger McLaren-Ingenieur Mark Temple erinnert.
Mehr als ein Jahr nachdem Pirelli als alleiniger Reifenausrüster in die Formel 1 eingestiegen ist, ging der Knoten auf: Im 2012er-Rennen von Barcelona, das Pastor Maldonado überraschend für sich entschied, mauserte sich Lewis Hamilton zum Reifenflüsterer, wie sein damaliger McLaren-Renningenieur Mark Temple in der jüngsten Ausgabe des Podcasts «F1 Nation» offenbart.
«Als Pirelli 2011 einstieg, veränderte sich die Art und Weise, wie man im Rennen fahren musste», erinnert sich der Brite, der seit 2009 beim Rennteam aus Woking arbeitet und zuvor schon in Diensten von McLaren stand. «Lewis war die Vorstellung, dass man langsamer fahren müsse, um schnell zu sein, ziemlich fremd», erzählt er.
«2011 war ein schwieriges Jahr für ihn, es war viel los in seinem Leben, aber diese eine Sache forderte ihn mehr als alles andere», verrät Temple. Dass mit Jenson Button einer der geschicktesten Reifenflüsterer der letzten Jahre Hamiltons damaliger Teamkollege war, half auch nicht. «Das hat Lewis verunsichert», erklärt der Ingenieur. Bis 2012 in Barcelona endlich der Groschen fiel.
«Nach der fantastischen Pole-Position wurden wir wegen eines Fehlers beim Tanken im Qualifying ans Ende der Startaufstellung versetzt. Und der einzige Weg, um in Barcelona nach vorne zu kommen, ist durch das Reifenmanagement, denn auf dieser Strecke lässt es sich sonst nicht überholen. Das war eine Art Wendepunkt, an dem er gemerkt hat, wie wichtig es ist, die Reifen zu schonen.
Hamilton schaffte es, bis auf den achten Platz vorzufahren und dabei auch seinen Teamkollegen Button hinter sich zu lassen. Temple ist überzeugt: «Er tat das auf eine für ihn charakteristische Art und Weise. Er ist am stärksten, wenn er im Hintertreffen ist. Ist er am Freitag schlecht, muss sich sein Teamkollege Sorgen um den Samstag machen. Wenn er einen schlechten Samstag erlebt, dann bereitet der Sonntag seinem Stallgefährten Sorgen.»2.
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