Lewis Hamilton landet im Malaysia-Qualifying auf dem zweiten Platz: Warum die Pole nicht in Reichweite war und die Ferrari-Hoffnungen für das Rennen gedämpft sind
Lewis Hamilton landet im Malaysia-Qualifying auf dem zweiten Platz: Warum die Pole nicht in Reichweite war und die Ferrari-Hoffnungen für das Rennen gedämpft sind, mit dem Hamilton offenbar selbst nicht gerechnet hatte:"Wir hatten uns über das Wochenende hinweg eher auf Platz fünf oder sechs eingestellt, wenn man unsere reine Pace mit der der anderen vergleicht", gibt der Ferrari-Pilot nach dem Qualifying offen zu.
"Wir haben gesehen, dass Mercedes mit einem großen Upgrade angetreten ist, und da sie bisher jedes Rennen gewonnen haben, dachten wir, dieses Upgrade würde sie noch weiter nach vorne bringen. Es ist also interessant, dass wir uns jetzt hier wiederfinden.
", und McLaren war in Malaysia bislang nur die viertstärkste Kraft, sodass Ferrari plötzlich weit vorne mitfahren konnte. "Das Auto fühlte sich großartig an", sagt Hamilton. "Wir haben viele Änderungen vorgenommen. "hat offensichtlich große Fortschritte gemacht", muss der Brite anerkennen, auch wenn der Rückstand von Ferrari offenbar nicht so groß ist, wie es scheint:"Wir verlieren eigentlich nur auf den Geraden gegen sie.
" "Wir verlieren dort drei oder vier Zehntelsekunden auf sie - das wissen wir -, also arbeiten wir so hart wie möglich daran, in den Kurven das Maximum herauszuholen. Ich denke, das ist uns heute gelungen", resümiert Hamilton, der Ferrari"besonders in langsamen Kurven" im Vorteil sieht. Das zeigt sich auch beim Blick auf die Daten: Hamilton war ausschließlich in den Kurven schneller als Verstappen, der seinen Vorteil auf den Geraden ausspielen konnte.
Zu Beginn des zweiten Sektors lag Hamilton dann sogar schon sechs Zehntel zurück, schaffte es im kurvigen Mittelsektor allerdings, den Rückstand wieder aufzuholen. Vor allem in Kurve 4, dem schnellen Abschnitt mit den Kurven 5 und 6 sowie im Bereich der Kurven 7 und 8 war der Ferrari-Pilot anschließend wiederum schneller und schaffte es damit sogar, einen Vorsprung herauszufahren. Der dritte Sektor gehörte dann allerdings fast komplett dem Niederländer, der souverän zur Pole fuhr.
Die Scuderia hat es geschafft, die Stärke des SF-26 in den Kurven zu nutzen.
"Das ist wirklich der Verdienst der Mechaniker und Ingenieure", lobt Hamilton. "Wir haben alle gemeinsam großartige Arbeit geleistet, und auch die Umsetzung war absolut auf den Punkt. Wenn wir das beibehalten können, erzielen wir hoffentlich auch in Zukunft bessere Ergebnisse.
" Die Schwierigkeit ist allerdings, dass"diese Autos extrem sensibel reagieren", betont der Brite. "Man nimmt die kleinste Änderung vor, und der Unterschied zwischen einem Run oder einer Session und der nächsten kann enorm sein - sei es eine Verstellung des Frontflügels um eine Stufe, ein Millimeter mehr oder weniger Bodenfreiheit. " "Solche Kleinigkeiten beeinflussen die Balance massiv; es ist buchstäblich ein sich ständig veränderndes Ziel, auf das man das Set-up und die verschiedenen Einstellmöglichkeiten im Cockpit abstimmen muss.
" Das sei im Vergleich zum Freitag jedoch gut gelungen. Nichtsdestotrotz hat der Ferrari-Pilot für das Rennen am Sonntag nur wenig Hoffnung.
"In den letzten Rennen waren wir nicht schnell genug", sagt Hamilton im Gespräch mitKämpft Ferrari im Rennen mit hohem Reifenverschleiß? Dazu könnte ausgerechnet der Vorteil aus dem Qualifying im Rennen zum großen Nachteil werden. Denn um den Topspeed-Nachteil auf den Geraden auszugleichen, muss Ferrari in den Kurven besonders stark pushen, und das strapaziert die Reifen, die dadurch überhitzen und schneller abbauen.
"Deshalb müssen wir morgen unbedingt aufpassen, dass wir nicht zu viel riskieren und dadurch die Reifen weiter verschleißen, nur um mitzuhalten", warnt der siebenmalige Weltmeister. "Wir müssen einfach unser eigenes Rennen fahren, egal wie schnell wir sind, und uns nicht darauf konzentrieren, krampfhaft dranzubleiben. " Der Ferrari-Pilot glaubt ohnehin, dass Verstappen das Tempo hat, um sich schnell abzusetzen. "Aber wenn sich das zu Rennbeginn ändert und wir mithalten können und im Kampf dabei sind, wäre das auch großartig.
Aber wir können nur unser Bestes geben, und deshalb werde ich morgen alles geben.
" Immerhin: Das letzte Mal, dass Hamilton in der ersten Startreihe stand, war in diesem Jahr beim Rennen in Barcelona, und dort holte er seinen ersten Ferrari-Sieg. Davon will sich der Brite aber nicht beeinflussen lassen.
"Max hatte sehr gute Longruns. Unsere waren okay, aber die Balance hat nicht ganz gestimmt.
""Ich hoffe, dass unser Auto jetzt für das Rennen besser abgestimmt ist", ergänzt Hamilton, der daran erinnert, dass"alle ziemlich nah beieinander liegen" und"Überholen nicht ganz einfach" ist. "Das Hinterherfahren ist ziemlich schwierig, weil die Reifen ständig überhitzen. Das wird morgen interessant. "Alpine, die Vierte: Warum sollte Fernando Alonso das tun, Marc Surer?
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