Pierre Littbarski bewertet den ersten Sieg der DFB-Elf unter Jürgen Klopp gegen Serbien und spricht über Kimmich, Sane, Woltemade und Talente wie Tresoldi.
Der Weltmeister von 1990, Pierre Littbarski, hat die spielerischen Fähigkeiten der deutschen Nationalmannschaft nach dem ersten Sieg unter Bundestrainer Jürgen Klopp gegen Serbien hervorgehoben. Im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Griechenland fand er es bemerkenswert, dass die DFB-Kicker am Donnerstag immer wieder spielerische Lösungen fanden, um die serbische Abwehr vor Probleme zu stellen. Besonders auffällig sei die Schnelligkeit auf den Außenpositionen und die gute Kombination auf engem Raum gewesen.
Littbarski lobt Kombinationsspiel und Offensive
Littbarski zeigte sich sehr erfrischend über die Leistung. Er betonte, dass die Mannschaft auf engem Raum gut kombiniert habe, was in den letzten Monaten und Jahren oft ein Problem gegen tief stehende Gegner gewesen sei. Diesmal habe das Team viele Möglichkeiten herausgespielt. Das sei nicht nur durch die Offensivkräfte gekommen, sondern auch durch das Mittelfeld mit Pavlovic und Bischof, die viel Druck nach vorne gemacht hätten. Es sei schnell gespielt worden, ohne lange zu zögern. Durch das Engagement von Woltemade seien viele Bälle zurückerobert worden.
Kimmich-Diskussion und Rolle von Sane
Auf die Frage, ob die Diskussion um Joshua Kimmich nach dem Spiel neue Nahrung erhalte, antwortete Littbarski, dass man das nicht pauschal sagen könne. Jedes Spiel sei anders, und Serbien sei defensiv nicht so stark wie Griechenland. Kimmich spiele sehr gute Chipbälle hinter die Abwehr, die sonst fast keiner spiele. Er wolle sich auf diese Diskussion nicht einlassen. Zur Offensive merkte er an, dass es gegen Serbien viele Chancen gab, die aber nicht konsequent verwertet wurden. Auf die Frage, ob Deutschland ein Problem auf der Neunerposition habe, sagte er, dass solche Stürmer nicht auf Bäumen wachsen und es sie nicht jedes Jahr gebe. Es sei eine andere Generation, und Spieler wie Woltemade und Havertz seien keine richtigen Mittelstürmer. Man müsse sie wieder ausbilden.
Talente und Zukunft im DFB-Team
Littbarski bewertete Burkardt als nicht so stark, da er wenig Bindung und vielleicht zu wenig Spielzeit gehabt habe. Ebnoutalib fand er richtig gut, trotz eines schwierigen Spiels. Er habe eine gute Geschwindigkeit und eine Mischung aus Größe, Geschwindigkeit und technischer Fertigkeit. Er gehe bei Flanken in die richtigen Räume. Littbarski traut ihm zu, dass er perspektivisch eine wichtige Rolle in der Nationalmannschaft spielen kann, da er mit 23 Jahren noch Entwicklungspotenzial habe. Er müsse sich unter Klopp gut entwickeln und könne die nötigen Tore machen. Man solle aber nicht zu euphorisch sein, da in der U21 anders gespielt werde. Wichtig sei, dass sie erstmal Stammspieler werden. Für die kommenden Länderspiele würde er sie noch nicht nominieren.
Wechselgedanken und U21-Rekord
Zu den Talenten Tresoldi und Brunner, die von Italien bzw. der DR Kongo umworben werden, sagte Littbarski, dass man beide Seiten sehen müsse. Die Spieler überlegten, wo sie die besseren Chancen hätten. In Italien im Sturm zu spielen, sei auch nicht einfach, da sie nicht für grandiosen Offensivfußball stünden. Die Konkurrenz sei groß. Der DFB möchte alle guten Spieler halten, aber was nützen acht Stürmer, wenn nur zwei spielen können. Tresoldi steht kurz davor, Littbarskis U21-Torrekord zu knacken. Er steht bei 16 Treffern, Littbarski erzielte in seiner Karriere 18 Treffer für die U21-Nationalmannschaft. Auf die Frage, ob er ihm die Daumen drücke, antwortete Littbarski: Ja, auf alle Fälle.
Die deutsche Nationalmannschaft hat unter Jürgen Klopp einen wichtigen Schritt gemacht. Die Diskussionen um Kimmich und Sane werden jedoch weitergehen. Littbarski sieht Potenzial in der jungen Generation, mahnt aber zur Geduld.
Rubbel die nächste Story frei
DFB-Team Pierre Littbarski Jürgen Klopp Joshua Kimmich Leroy Sane Serbien U21-Nationalmannschaft
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Kimmich und Musiala unterstützen DFB-Team beim 2:0-Sieg gegen Serbien in MünchenJoshua Kimmich und Jamal Musiala verfolgten den 2:0-Sieg gegen Serbien in der Allianz Arena. Kimmich drückt von zu Hause die Daumen, Musiala fehlt wegen Muskelfaserriss.
Weiterlesen »
Klopp testet DFB-Mittelfeld ohne Kimmich gegen SerbienBeim 2:0-Sieg gegen Serbien zeigt das deutsche Mittelfeld ohne Joshua Kimmich starke Leistungen. Bundestrainer Jürgen Klopp setzt auf Bischof, Pavlovic und Wirtz.
Weiterlesen »
DFB-Team gegen Serbien: Jürgen Klopp und das Lied von Joshua Kimmich data-manual=titleBeim bisher besten Spiel der Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer fehlt der Kapitän. Klopp erkennt die Sprengkraft des Themas. data-manual=googleTeaserText
Weiterlesen »
Littbarski lobt DFB-Team gegen Serbien und spricht über Kimmich und StürmerPierre Littbarski bewertet den Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien unter Jürgen Klopp, äußert sich zur Kimmich-Diskussion und zur Stürmersituation.
Weiterlesen »
