Das Cockpitpersonal der Kernmarke votiert mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf. Ob und wann der stattfindet, bleibt aber vorerst unklar.
Die Pandemie ist nach wie vor nicht zu Ende, gleichzeitig tun sich die Airlines der Gruppe schwer mit dem Hochfahren des Flugbetriebs, weil überall Personal fehlt.Allerdings ist der Frust bei den Piloten des sogenannten Konzerntarifvertrags groß. Dieser regelt die Bedingungen in der Kernmarke Lufthansa und bei Lufthansa Cargo. Das hängt nicht zuletzt mit der Entscheidung des Managements zusammen, Ende vergangenen Jahres die sogenannte Perspektivvereinbarung zu kündigen.
Diese hatte den KTV-Piloten eine Mindestflotte und damit eine Jobsicherheit und planbare Aufstiegschancen garantiert. Stattdessen will die Konzernführung die Kernmarke schrumpfen und die Zubringerverkehre an den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München an die geplante Airline Cityline 2.0 übergeben, sollte es zu keiner Einigung mit der VC kommen.
Diese Drohung überlagert die laufenden Tarifgespräche. Angesichts dessen gibt es in der Pilotenschaft auch zahlreiche Stimmen, die glauben, es könne keine Lösung ohne einen Arbeitskampf geben. Die VC hat nach Informationen des Fachportals Aero.de kürzlich eine sogenannte Scope Clause ins Spiel gebracht. Sie wird bei einigen amerikanischen Fluggesellschaften genutzt. Dabei gibt es innerhalb eines Tarifvertrags verschiedene Tarifklassen, die sich zum Beispiel an der Zahl der Sitze der eingesetzten Flugzeuge orientieren. Es ist allerdings nicht bekannt, ob solch ein Vorschlag die Basis für eine Lösung sein kann.
Die VC fordert bisher für dieses Jahr 5,5 Prozent mehr Lohn und ab dem kommenden Jahr einen automatisierten Inflationsausgleich. Zudem strebt die Pilotenvertretung einen einheitlichen Tarifvertrag für das gesamte Cockpitpersonal des Konzerns an. Bisher gibt es für jeden Flugbetrieb eigene Regelungen. Damit will die VC ein Problem lösen, das der Gewerkschaft seit Langem schon die Arbeit erschwert.
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