Manchester City hat im Finanzskandal Berufung eingelegt. Ein alter Bericht der US-Untersuchung könnte die Verteidigungslinie zum Etihad-Sponsoring-Deal zerstören.
Manchester City hat im Finanzskandal Berufung eingelegt, nachdem der Klub in 115 Punkten schuldig gesprochen wurde. Ein alter Bericht aus einer US-Untersuchung, der im Netz wieder aufgetaucht ist, könnte die gesamte Verteidigung des Klubs zum Einsturz bringen. Das berichtet Matt Lawton, Sport-Chefkorrespondent der britischen Zeitung The Times. Der Fall betrifft die Frage, ob Gelder zur Aufbesserung von Sponsoring-Deals vom Klubeigentümer oder direkt von der Regierung in Abu Dhabi stammten.
Alter Bericht belastet Citys Argumentation
Im Zentrum von Citys Berufung steht die Behauptung, dass das Geld für bessere Sponsoring-Verträge nicht vom Klubeigentümer kam, sondern direkt von der Regierung in Abu Dhabi. Besonders betroffen ist der Deal mit der staatlichen Fluglinie Etihad, die unter anderem Namensgeber des Stadions ist. Doch genau diese Darstellung wird nun durch die Vergangenheit eingeholt. Ein alter Bericht aus einer US-Untersuchung, der auf X die Runde macht, soll das Gegenteil belegen. Lawton erklärte in der Sendung Times Radio, dass Etihad in einer damaligen Zeugenaussage beteuerte, dass kein Geld der Regierung hinter ihrem Sponsoring-Deal stecke. Diese Aussage könnte Citys zentrale Verteidigungslinie gefährden.
Juristische Spitzfindigkeiten und neue Regeln
City versucht sich laut Lawton mit juristischen Spitzfindigkeiten zu retten. Die Argumentation lautet, dass das Geld, sobald die Regierung es an die Fluglinie überweise, zu deren eigenem Kapital werde. Ob diese Argumentation bestehen kann, müsse abgewartet werden. Zudem will die Premier League die peinliche und schädliche Hängepartie endlich beenden. Eine neue Regel soll dafür sorgen, dass das Berufungsverfahren in nur 12 Wochen abgeschlossen wird. Dagegen würden Citys Anwälte wohl Sturm laufen. Lawton schildert deren erwartbare Argumentation: Moment mal, wir sind hier schon acht Jahre dran. Die Kommission hat 19 Monate für eine Entscheidung gebraucht. Warum müssen wir eine Berufung in zwölf Wochen durchziehen?
Konsequenzen für Manchester City und Premier League
Das Ringen um die Wahrheit geht weiter. Für Manchester City steht alles auf dem Spiel. Das Renommee der Premier League aber hat bereits ordentlich Schaden genommen. Die 115 Anklagepunkte wiegen schwer und könnten zu drastischen Sanktionen führen. Der Fall beschäftigt die Sportwelt seit Jahren und wirft Fragen zur finanziellen Fairness im Fußball auf. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Citys Berufung Erfolg hat oder ob die neue Regel das Verfahren beschleunigt. Experten erwarten hitzige Debatten und möglicherweise weitere Enthüllungen.
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