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Marktbericht: DAX vor Seitwärtsdrift Marktbericht Börse DAX DowJones

Gestern hatte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent auf 15.809,72 Punkte zugelegtNeben geopolitischen Sorgen rund um den Ukraine-Konflikt dämpft die Aussicht auf Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve weiterhin die Kauflaune der Anleger.

Die aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie stellen dagegen keinen großen Belastunfsfaktokr dar: US-Finanzministerin Janet Yellen hatte mitgeteilt, sie gehe nicht davon aus, dass Omikron die Erholung der US-Wirtschaft langfristig und nachhaltig gefährdet. erstmals seit fast drei Jahren wieder über die Marke von null Prozent geklettert . Der Zins liegt aktuell bei minus 0,007 Prozent. Der Höchststand am Mittwoch hatte bei plus 0,025 Prozent gelegen. Die Entwicklung der Anleiherenditen ist für den Aktienmarkt von großer Bedeutung, weil steigende Renditen dort für eine Alternative zum Kauf von Aktien sorgen - sie machen Zinspapiere attraktiver. Im Gegensatz zur Fed und zur Bank von England , die in den kommenden Wochen ihre Zinsen wohl anheben werden, lockerte die People's Bank of China ihre Geldpolitik. Wegen einer drohenden Abkühlung der Konjunktur in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft senkte die Zentralbank einen wichtigen Schlüsselsatz.Die US-Börsen hatten gestern nach einer Berg- und Talfahrt im Minus geschlossen. Der Dow Jones ging ein Prozent tiefer auf 35.028 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq gab 1,2 Prozent auf 14.340 Punkte nach. Der S&P 500 büßte ein Prozent auf 4532 Punkte ein.Die Aktienmärkte in Asien konnten sich von der schlechten Stimmung abkoppeln. Experten sprachen von Schnäppchenjägern, die den jüngsten Kursverfall ausnutzen wollten. Der japanische Nikkei-Index lag zum Handelsschluss in Tokio 1,1 Prozent höher bei 27.773 Punkten. Japans Exporte sind dank starker Nachfrage nach Autos im Dezember auf einen Rekordwert gestiegen. Die Ausfuhren der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt legten den zehnten Monat in Folge zu, und zwar um 17,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 61 Milliarden Euro. Auch die Importe zogen wegen hoher Energiepreise kräftig um 41,1 Prozent an. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,1 Prozent.Mit Spannung wird erwartet, ob die türkische Notenbank in ihrer heutigen Sitzung trotz massiver Inflation an ihrer lockeren Geldpolitik festhält. Die Währungshüter haben den Leitzins bereits mehrmals gesenkt, zuletzt auf 14 Prozent. Sie folgten damit bislang der Linie von Präsident Recep Tayyip Erdogan, der ein Gegner hoher Zinsen ist. Der Zinsentscheid wird um 12 Uhr bekannt gegeben. Die Inflation hatte im Dezember einen Wert von rund 36 Prozent erreicht und ist damit auf dem höchsten Stand seit rund 20 Jahren. Die Erzeugerpreise legten sogar um rund 80 Prozent zu. Der mit der Inflation einhergehende rasante Kursverfall der türkischen Lira verteuert die Einfuhren von Gütern in das Land. Die Bevölkerung leidet vor allem unter hohen Energie- und Lebensmittelpreisen.Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat ihren Verlust im vierten Quartal deutlich verringert. Unterm Strich fiel ein Minus von 646 Millionen Dollar an. Im Vorjahreszeitraum war das Unternehmen wegen großer Belastungen aufgrund der Corona-Pandemie mit 1,9 Milliarden Dollar in die roten Zahlen geraten. Inzwischen ist der Reiseverkehr wieder besser in Gang gekommen und das Geschäft hat sich wieder etwas erholt. Der Umsatz stieg im Schlussquartal im Jahresvergleich um rund 140 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar.Der britische Konsumgüterkonzern Unilever will für einen möglichen Kauf der Konsumgütersparte von GlaxoSmithKline nicht mehr bezahlen."Wir werden unser Gebot nicht über 50 Milliarden britische Pfund erhöhen", teilte Unilever am Mittwochabend in London mit. GSK hatte Unilevers Offerte in Höhe von umgerechnet etwa 60 Milliarden Euro als zu niedrig zurückgewiesen. Zur GSK-Konsumgütersparte gehören Gesundheitsprodukte wie Sensodyne-Zahncreme, Dr.-Best-Zahnbürsten, Voltaren-Schmerzsalbe und Nahrungsergänzungsmittel der Marke Centrum. Unilever ist unter anderem für Marken wie Langnese, Knorr und Pfanni bekannt und will sein Geschäft mit Gesundheitsprodukten ausbauen.

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