Die Forschung an Stammzellen schreitet rasant voran. Wissenschaftler versuchen sich daher an einer Definition, ab wann ein Zellhaufen als entwicklungsfähiger Embryo gelten kann.
Embryonen unterliegen einem besonderen Schutz. Doch was ist eigentlich ein Embryo? Noch vor einigen Jahrzehnten war eine spezielle Definition unnötig. Die Entstehung von Leben vollzog sich fernab neugieriger Blicke im Inneren eines mütterlichen, fortpflanzungsfähigen Säugetiers. Doch die Forschung an künstlich aus Stammzellen gezeugten Embryo-Modellen, auch Embryoiden genannt, stellt die Frage nun akut und völlig neu.
Im Jahr 2022 gelang es erstmals, aus Mäusestammzellen embryonenähnliche Strukturen in der Petrischale wachsen zu lassen. Kurz darauf führten andere Forschende Versuche durch, einen Javaneraffen-Embryoiden in den Uterus einer Leihmutter einzusetzen.
Erstens könnten landesspezifische ethische und rechtliche Rahmenbedingungen einen Zeitpunkt festlegen, ab dem Embryo-Modelle das Potenzial zeigen, »sich in vitro effizient und getreu der normalen Entwicklung« zu entwickeln.
»Die neue Definition ist meines Erachtens valide und überfällig und ich schließe mich der Meinung der Autoren an«, sagte Michele Boiani, Leiter der Arbeitsgruppe »Mouse Embryology« am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin, gegenüber dem Science Media Center.
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