Die internationale Gewerkschaftsvereinigung IndustriALL hat ihre Zusammenarbeit mit dem Autohersteller Mercedes-Benz aufgekündigt.
Der weltweite Zusammenschluss von Industriegewerkschaften warf dem Unternehmen vor, systematisch gegen grundlegende Arbeitnehmerrechte im US-Werk in Tuscaloosa im Bundesstaat Alabama verstoßen zu haben.hat jede Regel gebrochen, die es selbst unterschrieben hat", hieß es von IndustriALL-Generalsekretär Atle Høie in einer Mitteilung.
Zunächst hatte der"Spiegel" über die Vorwürfe berichtet, die der Konzern jedoch zurückweist. Hintergrund der Vorwürfe ist eine Abstimmung im Jahr 2024, ob die Gewerkschaft United Auto Workers die Arbeitnehmer im Mercedes-Werk in Tuscaloosa vertreten soll. Mercedes teilte dazu der Deutschen Presse-Agentur mit, die Mitarbeitenden hätten"in einer demokratischen, geheimen Abstimmung entschieden, sich nicht von der UAW vertreten zu lassen".
Mercedes wies dabei insbesondere Vorwürfe der UAW zurück, mit Einschüchterungen Einfluss auf die Wahl genommen und sich nicht neutral verhalten zu haben. Man habe"im Einklang mit US-amerikanischem Recht für seine Beschäftigten den Zugang zu Informationen sowie Antworten auf Fragen" sichergestellt. Zu keinem Zeitpunkt seien Mitarbeiter aufgrund ihrer gewerkschaftlichen Ansichten oder Aktivitäten entlassen, diszipliniert oder ungleich behandelt worden. Bei einem Vergleich mit der US-Arbeitsbehörde im vergangenen März seien durch diese auch keine Verstöße durch Mercedes bestätigt worden, so das Unternehmen.
Ein im Rahmen des Vergleichs veröffentlichter Aushang halte lediglich fest, dass man"weiterhin die geltenden Anforderungen des US-Arbeitsrechts einhält". Am 26. Mai soll die US-Arbeitsbehörde darüber entscheiden, ob die Wahl im Werk in Tuscaloosa 2024 gültig war oder wiederholt werden muss. Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren.
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