Bundeskanzler Friedrich Merz wird von Wirtschaftsministerin Reiche und zehn Unternehmern aus der Rüstungs- und Energiebranche nach Kiew begleitet. Die Bundesregierung will Tausende Abfangdrohnen für die ukrainischen Streitkräfte bereitstellen und die Produktion weiterer Waffen zur Bekämpfung russischer Versorgungslinien fördern. Dafür sollen eine Milliarde Euro aus bereits bewilligten Haushaltsmitteln freigegeben werden. Zusätzlich sind 350 Millionen Euro für Reparatur und Wiederaufbau zerstörter Kraftwerke vorgesehen. Wegen der verschärften Sicherheitslage und russischer Drohnenangriffe gilt die Reise als besonders riskant.
Der CDU-Chef wird von Wirtschaftsministerin Reiche und zehn Unternehmern aus den Bereichen Rüstung und Energie begleitet. Nach Angaben aus Regierungskreisen will Merz den ukrainischen Streitkräften in Kiew die baldige Auslieferung Tausender Abfangdrohnen zusichern, mit denen die besonders schnellen und daher auch besonders gefährlichen russischen Kampfdrohnen mit Düsenantrieb bekämpft werden können.
Zudem soll die Produktion weitreichender Waffen vorangetrieben werden, mit denen Nachschublinien hinter der Front in Russland angegriffen werden können. Insgesamt sollen dafür eine Milliarde Euro aus bereits bewilligten Haushaltsmitteln freigegeben werden - und weitere 350 Millionen Euro für Reparatur und Wiederaufbau zerstörter Kraftwerke. Es ist wohl die gefährlichste Reise eines Bundeskanzlers in das Kriegsgebiet seit der russischen Invasion im Februar 2022. Die Sicherheitslage in der Ukraine hat sich in den vergangenen Monaten massiv verschlechtert.
Drohnenangriffe nehmen zu - auch in der Hauptstadt Kiew und auf Personenzüge. Nur wenige Stunden vor der Ankunft des Kanzler-Zuges warnte das russische Außenministerium ausländische Besucher und Diplomaten vor einem Aufenthalt in Kiew. Sie sollten die Stadt verlassen und sich vor allem nicht in der Nähe von militärischen Objekten und Regierungsgebäuden aufhalten, hieß es in einer Mitteilung.
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