Die Unterbringung von Flüchtlingen stößt an Grenzen, beklagen viele Kommunen. Notunterkünfte wie Container , Turnhallen oder Heime seien voll. Im ostwestfälischen Minden ist das weniger der Fall. Geflüchtete kommen dort sogar in Wohnungen unter, was viel billiger ist.
Die Unterbringung von Flüchtlingen stößt an Grenzen, beklagen viele Kommunen. Notunterkünfte wie, Turnhallen oder Heime seien voll. Im ostwestfälischen Minden ist das weniger der Fall. Geflüchtete kommen dort sogar in Wohnungen unter, was viel billiger ist.
März 2022. In Minden kommen wie überall Flüchtlinge aus der Ukraine an. In kürzester Zeit müssen Unterkünfte her. Viele Mindener bringen die Menschen in freien Wohnungen unter. Dazu gehören auch Detlef und Andrea Balsa:Kauffrau Andrea Balsa, deren Eltern aus Spanien kommen, war bewusst, wie schwer es ist, hier ohne Sprachkenntnisse anzukommen:Weserstadt setzt seit Jahren auf Unterbringung in Wohnungen Auf diese Bereitschaft setzt auch die Weserstadt seit vielen Jahren. Man müsse die Menschen nicht in großen Unterkünften unterbringen, sagt der Sozialdezernent Peter Kienzle: "Wir haben uns frühzeitig in Minden auf den Weg gemacht, für die Unterbringungen Wohnungen anzumieten. Und haben auch Kapazitäten jetzt noch Flüchtlinge unterzubringen. Insofern gibt es keinen Anlass zur Klage für uns." Es gebe genug Angebote von Hausbesitzern. Gleichzeitig werbe man aber auch immer wieder um Wohnraum. Das sei für Flüchtlinge der erste Schritt zur Integration, so Kienzle: "Die Leute kümmern sich in der Wohnung um ihr eigenes Essen, die kümmern sich um die Wäsche; die haben einen abgeschlossenen privaten Lebensraum, wie wir alle es auch möchten."Die 84.000-Einwohner-Stadt an der Weser hat zwar bei der Aufnahme von Geflüchteten eine"Erfüllungsquote" von über 130 Prozent – so hoch wie in wenigen Kommunen. Aber die derzeit über 800 noch nicht anerkannten Flüchtlinge leben alle in Wohnungen."Wir brauchen keinen Sicherheitsdienst, keinbrauche man nicht, deren Preise in die Höhe schießen würden.Die Wohnungen sind natürlich einfach und eher nicht in gehobenen Stadtvierteln. Aber sie sind auch nicht alle konzentriert an einer Stelle, sagt Ruth Georgowitsch, die mit einem Team die Unterkünfte besorgt: "Es ist nicht so, dass die Wohnungen, die wir haben, sich komplett in fünf Wohnblocks befinden. Und gerade durch diese Verteilung, durch die Mischung mit uns allen haben wir auch gerade die gute Integration der Geflüchteten."
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