Im Topsprinter-Duell hat sich Olav Kooij den Sieg beim Münsterland Giro geholt und das Traum-Finish von Max Walscheid verhindert.
Im Topsprinter-Duell hat sich Olav Kooij am Samstag den Sieg beim Münsterland Giro geholt und das Traum-Finish von Max Walscheid verhindert. Der Deutsche war in seinem letzten Profirennen von der Spitze in den Schlusssprint in der Innenstadt von Münster gegangen.
Doch der Niederländer Kooij hatte auf den letzten Metern den besten Punch und holte sich zum zweiten Mal nach 2022 bei der Schleife durchs Münsterland den Sieg.
"Wir sind gut in Position gekommen. Das Team hat mir sehr geholfen", sagte der Fahrer vom Team Decathlon CMA CGM im Ziel. Walscheid, 2018 bisher letzter deutscher Sieger, landete am Ende auf Ranf zwölf. Jasper Philipsen, Sieger der vergangenen beiden Jahre, spielte in der Schlussphase des Rennens keine Rolle.
Auf Platz zwei landete Jordi Meeeus vor Frits Biesterbos . Bei bestem Wetter während der 190 Kilometer von Borken nach Münster setzte sich zwar nach knapp 40 Kilometern eine sechsköpfige Ausreißergruppe ab. Doch die Teams Alpecin-Premier Tech sowie Soudal Quick-Step mit den Sprint-Favoriten Jasper Philipsen und Tim Merlier hielten an der Spitze des Hauptfeldes den Abstand ziemlich konstant bei zwei Minuten.
Auch als Visma-Lease a Bike mit Matthew Brennan knapp 100 Kilometer vor dem Ziel in den eher hügeligen Baumbergen kurzzeitig für eine Tempo-Verschärfung sorgte, ließen sich die anderen Favoriten nicht aus der Ruhe bringen. Weitere Attacken aus dem Hauptfeld, unter anderem von Mads Pedersen , sprengten die Favoritengruppe nicht. Einen Schreckmoment gab es allerdings, als Philipsen knapp 60 Kilometer vor dem Ziel mit einer Panne das Rad wechseln und um den Anschluss kämpfen musste.
Doch der Belgier schaffte es zurück ins Feld. Knapp sechs Kilometer vor Schluss, in der zweiten von drei kurzen Runden durch die Münsteraner Innenstadt, stellte das Feld die letzten vier verbliebenen Ausreißer nach 145 Kilometern Attacke, sodass es in die Sprint-Entscheidung ging, in der Kooij einfach die beste Position kam und die besten Beine hatte. Insgesamt hatten sich bei der 20. Auflage der Schleife durchs Münsterland 23 Teams mit 160 Fahrern auf den Weg gemacht.
Zuvor hatten sich bei unterschiedlichen Jedermann-Rennen hunderte von Amateurfahrern der Herausforderung gestellt.
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