Forschende haben in Laos ein riesiges Steingefäß mit menschlichen Überresten entdeckt. Die Knochen stammen offenbar von mehreren Generationen und sind teils über 1100 Jahre alt.
Forschende haben in Laos ein riesiges Steingefäß mit menschlichen Überresten entdeckt. Die Knochen stammen offenbar von mehreren Generationen und sind teils über 1100 Jahre alt.sorgt derzeit für großes Interesse unter Forschenden.
In einem riesigen Steingefäß wurden zahlreiche menschliche Knochen entdeckt, die offenbar über viele Generationen hinweg dort abgelegt wurden. Die Überreste stammen von Kindern und Erwachsenen unterschiedlichen Alters. ” unter Berufung auf eine aktuelle Studie berichtet, handelt es sich bei dem archäologischen Fund um eines der bislang außergewöhnlichsten Gefäße der sogenannten Ebene der Krüge. Forschende fanden darin nicht nur Knochen, sondern auch Glasperlen und weitere Beigaben.
DerNicholas Skopal erklärte dazu: „Die aktuellen Beweise deuten darauf hin, dass dies eine kollektive Leichenhalle war, die über Generationen hinweg wiederholt genutzt wurde, möglicherweise von erweiterten Familien- oder Gemeinschaftsgruppen.
“ Laut „Live Science” wurden in Südostasien Tausende in den vergangenen Jahrzehnten Tausende jahrhundertealte Totengefäße gefunden. Bis jetzt gab es jedoch keine stichhaltigen Beweise dafür, dass sie für Bestattungen verwendet wurden. Besonders auffällig war die Anordnung der Knochen im Inneren des Gefäßes. Schädel lagen entlang der Außenseiten, während Arm- und Beinknochen eher zusammengelegt worden waren.
Das deutet darauf hin, dass die Verstorbenen nicht direkt dort begraben wurden, sondern ihre Überreste erst später in das Gefäß gelangten. Der archäologische Fund könnte deshalb Teil eines mehrstufigen Bestattungsrituals gewesen sein. Zusätzlich entdeckten die Forscher zahlreiche Glasperlen, von denen einige vermutlich aus Indien stammen. Das spricht dafür, dass die damaligen Gemeinschaften bereits über Handelskontakte in andere Regionen verfügten.
Radiokohlenstoffdatierungen ergaben außerdem, dass das Gefäß über mehrere Jahrhunderte hinweg genutzt wurde. Die Überreste stammen somit aus einer Zeit zwischen etwa 890 und 1160 nach Christus. Es ist noch nicht vollständig geklärt, welche Kultur die riesigen Steingefäße in Laos hergestellt hat. Auch die genaue Bedeutung der verschiedenen Rituale bleibt weiter offen.
Künftige DNA-Analysen sollen nun dabei helfen, mögliche Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den Bestatteten zu untersuchen. Der archäologische Fund liefert damit neue Einblicke in eine bislang nur wenig verstandene Vergangenheit.
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