Im Jahr 2003 starb der letzte in Japan heimische Toki. Nun fliegen wieder acht Japan-Ibisse über Honshu – möglich wurde das nur durch ein Zuchtpaar aus China.
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert. Dank der Unterstützung Chinas steigt durch ein neues Zuchtprogramm die Zahl der japanischen Ibisse, auch „Toki“ genannt, wieder an.
So sehen Sie häufiger Artikel von Berliner-Zeitung.de in ihren Google Ergebnissen In der japanischen Stadt Hakui in der Präfektur Ishikawa sind am Sonntag acht Japan-Ibisse in die Freiheit entlassen worden. Es ist nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Jiji die erste Auswilderung der als Naturdenkmal eingestuften Vögel auf der Hauptinsel Honshu seit Jahrzehnten. Die Präfekturregierung von Ishikawa hofft demnach, dass die Aktion zum Sinnbild für den Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben auf der Noto-Halbinsel im Januar 2024 wird.
An der Zeremonie nahmen laut Jiji auch Kronprinz Akishino und Kronprinzessin Kiko teil. Als das Paar und Kinder einer örtlichen Grundschule die Holzkisten öffneten, stiegen die acht Vögel in den Himmel auf. Kronprinz Akishino äußerte den Wunsch, die freigelassenen Tiere mögen „als Symbol des Wiederaufbaus nach der Katastrophe Hoffnung bringen“. Gouverneur Yoshiyuki Yamano sprach davon, dass sich nach rund einem halben Jahrhundert der Traum erfülle, Japan-Ibisse wieder über Noto fliegen zu sehen.
Weitere Freilassungen geplant Zehn weitere Vögel werden derzeit nach Angaben von Jiji in vorübergehenden Volieren in der Stadt gehalten und sollen in etwa zwei Wochen selbstständig die Käfige verlassen können, sobald sie sich an die Umgebung gewöhnt haben. Eine nächste Freilassung ist laut Jiji für September in der Gemeinde Nakanoto geplant.
Die weißen Vögel mit orange-rosa Färbung unter den Flügeln und roten Markierungen um die Augen werden in Japan „Toki“ genannt und sind in Ostasien beheimatet, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Der Bestand war demnach durch Bejagung in der Meiji-Zeit und durch den Verlust der natürlichen Lebensräume zurückgegangen. Auf Honshu starben die Tiere in den 1970er-Jahren aus. Im Jahr 1970 wurden die letzten Exemplare aus der Ortschaft Anamizu auf die Insel Sado in der Präfektur Niigata gebracht, berichtet Jiji.
Der letzte inDass heute überhaupt wieder Japan-Ibisse in Japan leben, ist der Unterstützung Chinas zu verdanken. Wie das japanische Umweltministerium laut AP mitteilt, gelang im Jahr 1999 mit einem ausgeschenkten Paar erstmals die künstliche Aufzucht eines in Gefangenschaft geborenen Kükens. Sämtliche heute in Japan lebenden Tiere stammen von diesen chinesischen Vorfahren ab.
Nach Angaben der Taipei Times leben dank des Zuchtprogramms auf Sado inzwischen wieder rund 500 Tiere – im Jahr 2008 waren dort zehn im Zuchtzentrum aufgezogene Vögel ausgewildert worden. Das Umweltministerium wählte laut Jiji im Februar 2025 die Noto-Region als Ort der Freilassung aus, da sie der letzte Lebensraum wild lebender Japan-Ibisse auf Honshu war.
Der 101-jährige Hakui-Bewohner Yoshio Muramoto, der sich nach Angaben von Jiji seit über 70 Jahren für den Schutz der Vögel einsetzt, sagte: „Ich fühle mich erleichtert. Ich wünsche mir, dass sie sich in Noto niederlassen. “
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