Moderatorin Natalie Pike (43) wurde acht Monate lang von einem Stalker verfolgt, der sie im Stadion von Manchester City bedrängte. Der Täter wurde zu zwölf Monaten Haft verurteilt.
Die Moderatorin Natalie Pike (43), bekannt als Gesicht und Stimme des Klub-TV von Manchester City sowie für ihre Arbeit bei DAZN und BBC, wurde über acht Monate lang von einem Stalker verfolgt. Der Mann drang sogar in das Stadion von Manchester City ein, wo Pike im Einsatz war. Ende September wurde der Täter zu zwölf Monaten Haft verurteilt, die Strafe wurde für 18 Monate zur Bewährung ausgesetzt.
Beginn der Belästigung über Instagram
Die Belästigung begann scheinbar harmlos: Ein Mann schrieb Pike über Instagram zunächst Komplimente und Glückwünsche zum Geburtstag. Doch die Nachrichten wurden mit der Zeit immer aufdringlicher. Das frühere Model, das unter anderem für das FHM Magazine arbeitete, erkannte schließlich, dass von dem Täter eine Gefahr ausging.
Er kontaktierte Menschen aus ihrem Umfeld und zwei Männer tauchten an ihrem Friseursalon auf, um nach Pike zu fragen. Auch an der Schule ihres achtjährigen Sohnes gingen mehrfach Anrufe ein. Die Situation eskalierte, als Pike während der Moderation eines Spiels von Manchester City gegen Newcastle den Mann plötzlich im Stadion entdeckte.
Angstattacke während der Moderation
Pike beschrieb den Moment später so: Sie habe das Gefühl gehabt, dass etwas nicht stimmte, sich umgedreht und den Mann sofort gesehen. In Panik rannte sie vom Spielfeld und erlitt eine Angstattacke. Als sie später die Aufnahmen der Überwachungskameras ansah, wurde das Ausmaß deutlich: Der Mann hatte sie etwa 20 Minuten lang durch das Stadion verfolgt und war bis auf etwa einen Meter an sie herangekommen.
Am nächsten Morgen wurde der Mann festgenommen. Bei einer Durchsuchung fanden Ermittler unter anderem Fotos aus der Umgebung ihres Hauses und von dem Auto ihres Ex-Mannes. Vor Gericht verzichtete Pike auf eine Trennwand und sah ihren Stalker direkt an. Sie sagte, als sie die Verurteilung sah und der Richter die Schwere des Falles betonte, habe sie sich stark gefühlt. Zudem habe sie eine überwältigende Erleichterung empfunden, ihr Leben weiterleben zu können.
Auswirkungen auf das Stadionerlebnis
Dennoch hat die Erfahrung Spuren hinterlassen. Eine der traurigen Folgen sei, dass ihre Freude daran, ins Etihad-Stadion zu gehen, wirklich beeinträchtigt wurde. Früher sei die Heimat des englischen Klubs für sie ein sicherer Ort gewesen. Pike sagte, sie habe das Gefühl, dass ihr das genommen wurde.
Natalie Pike arbeitet seit vielen Jahren für Manchester City und hat über die Jahre auch mit dem ehemaligen City-Trainer Pep Guardiola (55) zusammengearbeitet, zu dem sie ein enges Verhältnis aufgebaut hat. Der Fall zeigt, wie Stalking das Leben von Betroffenen auch an ihrem Arbeitsplatz und in ihrem Alltag massiv beeinträchtigen kann.
Die Verurteilung des Täters zu einer Bewährungsstrafe von zwölf Monaten, ausgesetzt auf 18 Monate, ist ein juristischer Abschluss, doch die psychischen Folgen für Pike bleiben. Sie betont, dass sie zwar Erleichterung empfindet, aber die Freude an einem Ort, der ihr viel bedeutet, getrübt ist. Der Vorfall wirft zudem ein Schlaglicht auf die Sicherheit von Medienschaffenden in Stadien und die Herausforderungen, denen sich Opfer von Stalking gegenübersehen.
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