Bundestrainer Klopp gibt Jonas Urbig gegen Griechenland den Vorzug im Tor. Der Keeper erhält nach fehlender Spielpraxis eine zweite Chance. Pavlović und Kimmich im Fokus.
Vor dem Nations-League-Rückspiel gegen Griechenland am Sonntag (20.45 Uhr, RTL und im LIVE-Ticker bei BILD) hat Bundestrainer Jürgen Klopp eine Überraschung angekündigt: Jonas Urbig wird erneut im Tor beginnen. Damit bekommt der Torhüter nach seinem Einsatz zuletzt direkt ein zweites Spiel und ist der erste Keeper, der unter Klopp zweimal zum Einsatz kommt. Bisher hatte der Bundestrainer auf dieser Länderspielreise kräftig durchgewechselt und in seinen ersten drei Partien jeweils einen anderen Torhüter eingesetzt.
Klopp erklärt Entscheidung für Urbig
Auf der Pressekonferenz begründete Klopp die Entscheidung mit der fehlenden Spielpraxis von Urbig im Verein. Er sagte, im Moment sehe es so aus, als ob für morgen nicht getauscht werde. Bei Jonas sei es so, dass die anderen Jungs, die jetzt dabei waren, alle regelmäßig spielen, und das habe Jonas nicht getan, deshalb bekomme er das Spiel. Alle hätten einen Top-Eindruck gemacht und überragend im Training gehalten. Das habe mit dem Nummer-1-Status tatsächlich nichts zu tun. Normalerweise kriegen die Spieler woanders Spielpraxis, bei uns gibt es dafür die Nationalmannschaft.
Mit Finn Dahmen und Noah Atubolu stehen zwei weitere Keeper im Kader, die bislang nicht zum Einsatz gekommen sind. Klopp betonte, dass alle Torhüter einen Top-Eindruck gemacht hätten und sich in dem Bereich keine Probleme auftun würden. Vor der Länderspielpause hatte Klopp Marc-André ter Stegen als Nummer 1 auserkoren. Eine Nummer-eins-Debatte wollte er nun nicht aufmachen.
Pavlović und Kimmich im Fokus
Neben Urbig nannte Klopp auch Aleksandar Pavlović als zweiten Spieler, der beginnen wird. Der Mittelfeldspieler beschrieb auf der Pressekonferenz, was er der Nationalmannschaft geben will. Er sagte, am Ende entscheide der Trainer, was für eine Rolle er habe, aber er möchte einfach seine Qualitäten, wenn er spiele, dem Team geben. Dazu zählt er Ballkontrolle, Zweikämpfe und Hilfe in beide Richtungen.
Klopp beendete zudem die Debatte um Joshua Kimmich. Er sagte, er habe keine Chance, die Frage so zu beantworten, dass ihr es nicht schafft, daraus trotzdem euer Ding zu machen. Dann schiebe er hinterher, dass er aufgebe, offiziell, jetzt schon. In dem Thema gebe er jetzt auf. Macht, was ihr wollt. Klopp machte klar, dass niemand automatisch gesetzt ist: Warum sollte in der Zukunft ein Spieler immer spielen? Man brauche unterschiedliche Strukturen, Führung, laufstarke und kreative Spieler.
Griechenland und Startelf
Griechenland ist für Klopp längst nicht mehr das Team von 2004. Der Bundestrainer zog den Kontrast klar und sagte, jetzt sei es eine Ansammlung von Topspielern, vor allem im offensiven Bereich, die bei großen Vereinen spielen. An die Europameister von damals erinnert er sich eher als Defensiv-Team mit wenig Ballbesitz und wenig Chancen.
Die Startelf bleibt vor Griechenland weit offen. Klopp sagte, wenn man ganz ehrlich sei, hätten alle Spieler im Camp verdient zu spielen. Nur hinten deutete er einen Engpass an: Da wir die Position mehr oder weniger zweiter Innenverteidiger bei Schlotterbeck war, hat man, muss man ein bisschen gucken. Pavlović bekam auf dem Podium einen lockeren Startelf-Hinweis mit auf den Weg. Klopp sagte vor der Frage an den Mittelfeldspieler, er könne sich jetzt nicht mehr aus der Mannschaft quatschen. Zudem sorgte Pavlović für einen lockeren Moment, als er über eine Szene mit Teamkollege Tom Bischof sagte, seine Schuhe stinken eigentlich nicht so, aber er habe sie davor in den Ofen getan und danach hätten die ein bisschen gestunken. Danach lobte er das Mittelfeld-Zusammenspiel mit Bischof und Florian Wirtz.
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