NATO erhält Westfälischen Friedenspreis - Merz: Bündnis hat Krieg mit Russland verhindert, Proteste von Friedensgruppen

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Die NATO hat in Münster den diesjährigen Westfälischen Friedenspreis erhalten. Ihr Generalsekretär Rutte nahm die Auszeichnung im Rathaus entgegen. Bundeskanzler Merz würdigte in seiner Laudatio die Rolle der NATO.

Bundeskanzler Merz zeichnete NATO-Generalsekretär Rutte mit dem internationalen Preis des Westfälischen Friedens 2026 aus. Er betonte, die Eintracht und die Stärke des Bündnisses hätten seit 1949 entscheidend dazu beigetragen, eine kriegerische Auseinandersetzung mit Russland zu verhindern.

Die NATO sei das beste Beispiel, dass sich Geschlossenheit bewährt habe. NRW-Ministerpräsident Wüst erklärte in seiner Eröffnungsrede, die NATO beweise seit mehr als 75 Jahren, dass Stärke Frieden sichern könne. Generalsekretär Rutte nahm den Preis im Namen der Soldatinnen und Soldaten und Beschäftigten in der NATO entgegen. Diese täten alles, um tagtäglich die Sicherheit für eine Milliarde Menschen in Europa und Nordamerika zu gewährleisten, sagte er in seiner Dankesrede.

Das Preisgeld von 100.000 Euro kommt einer gemeinnützigen Organisation in der Ukraine zugute. Proteste von Friedensgruppen Gegen die Preisvergabe an die NATO demonstrierten am Donnerstag in Münster mehrere Friedensgruppen. Auch wurde ein neuer Alternativer Westfälischer Friedenspreis von einem gleichnamigen Verein ins Leben gerufen. Erster Preisträger ist das Kriegsdienstverweigerer-Netzwerk Connection aus Offenbach.

Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens wird seit 1998 alle zwei Jahre von der"Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe" vergeben. Der Preis erinnert an den Westfälischen Frieden aus dem Jahr 1648, der in den Rathäusern von Münster und Osnabrück geschlossen wurde. Zu den Preisträgern gehören unter anderem der ehemalige tschechische Präsident Havel, der frühere UNO-Generalsekretär Annan und Frankreichs Präsident Macron.

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