Berlin (ots) - Dass der VW-Vorstand in seiner breit angelegten Kürzungsstrategie nun auch noch zahlreiche Tarifverträge kündigen will, ist wirklich dreist. Das scheint der Dank dafür zu sein, dass Gewerkschaft
Berlin - Dass der VW-Vorstand in seiner breit angelegten Kürzungsstrategie nun auch noch zahlreiche Tarifverträge kündigen will, ist wirklich dreist. Das scheint der Dank dafür zu sein, dass Gewerkschaft und Betriebsrat den umstrittenen Stellenabbauplänen zähneknirschend zugestimmt haben.
Dabei hatte die Arbeiterseite bereits beim hart erkämpften Tarifabschluss 2024 den Abbau von 35.000 Jobs in Deutschland bis 2030 sowie Kürzungen von Boni und Zulagen hingenommen. Dass die Konzernführung im Gegenzug auf betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen verzichtete, scheint nun hinfällig. Das im Aufsichtsrat beschlossene neue Kürzungsprogramm beinhaltet den Abbau von 50.000 Stellen - dies wird dann kaum noch ohne Kündigungen abgehen. Auch stehen vier Werke auf der Kippe; Schließungen nicht ausgeschlossen.
Die Strategie des Vorstands scheint voll aufzugehen: Das Gejammere über die angeblich so schlechten Perspektiven für Europas größten Autokonzern war schon einmal von Erfolg gekrönt. Daher setzt man jetzt noch einen drauf und bläst zur Attacke auf die verbliebenen Tarifstandards. Damit würde man die sich durch falsche Managemententscheidungen verschärfenden Probleme vollends den Beschäftigten überhelfen. Ein echtes Zukunftskonzept liegt hingegen nicht vor.
Die neue Entwicklung setzt Gesamtbetriebsrat und IG Metall massiv unter Druck. Diese glaubten, mit ihrem Einlenken das Schlimmste verhindern zu können. Offenbar leben sie noch in den alten Zeiten, als Sozialpartnerschaft bei VW dank der Besonderheiten des Unternehmens und gesetzlicher Rahmenbedingungen mehr als leeres Gerede war. Der Vorstand hat sich von einvernehmlichen Lösungen aber längst verabschiedet, daher kann die Gewerkschaft nur noch mit einer harten Linie das Schlimmste verhindern.
Nachdem man aber schon einmal klein beigegeben hat, wird es umso schwieriger, die anstehenden Tarifverhandlungen zu bestehen. Es geht um viel - in dem riesigen Konzern, aber auch für den Standort Deutschland insgesamt. Es wäre untertrieben zu sagen, dass die Arbeiterseite den kleinen Finger gereicht hat und der Vorstand jetzt die ganze Hand nehmen möchte. Vielmehr wurden beide Hände gereicht und die Konzernführung will jetzt auch noch die Beine der Mitbestimmung wegziehen.
Pressekontakt: nd. DerTag / nd. DieWoche Redaktion Telefon: 030/2978-1722 Original-Content von: nd. DerTag / nd.
DieWoche, übermittelt durch news aktuell Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/59019/6363348 © 2026 news aktuellKI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash! Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.
Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern. Für Anleger könnte das zum Problem werden.
Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden. In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir 5 Aktien, bei denen das Chance-Risiko-Verhältnis jetzt besonders gefährlich erscheint – und bei denen Anleger genauer hinschauen sollten. Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor die KI-Euphorie ihren nächsten Realitätstest erlebt! Hier klicken
Rubbel die nächste Story frei
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
VW spart noch stärker beim Personal: zehn Tarifverträge wurden gekündigt data-manual=titleVW hat zehn Tarifverträge gekündigt. Gewerkschaft und Betriebsrat wollen das nicht hinnehmen. data-manual=googleTeaserText
Weiterlesen »
Volkswagen kündigt fast alle TarifverträgeDer Konflikt zwischen Volkswagen und der Arbeitnehmerseite spitzt sich zu: Der Konzern kündigt eine Reihe von Tarifverträgen, auch den wichtigen Manteltarifvertrag. Der Betriebsrat hat vor, Widerstand zu leisten - zum Jahreswechsel endet die Friedenspflicht.
Weiterlesen »
IG Metall: VW-Vorstand plant Kündigung zahlreicher TarifverträgeDer Vorstand des Autobauers Volkswagen hat nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall angekündigt, zahlreiche Verträge aus dem Haustarif zu kündigen.
Weiterlesen »
Volkswagen kündigt fast alle TarifverträgeIm Ringen um schärfere Sparmaßnahmen hat Volkswagen eine Reihe von Tarifverträgen gekündigt. Ein Arbeitskampf dürfte unausweichlich folgen.
Weiterlesen »
