Menschen, die zu Hause ihre Angehörigen pflegen, müssen dafür immer mehr Zeit und eigenes Geld aufwenden. Die Folge: Über die Hälfte der Pflegenden können nicht in Vollzeit arbeiten, viele geben die Berufstätigkeit komplett auf. Besonders Frauen sind betroffen.
Menschen, die zu Hause ihre Angehörigen pflegen, müssen dafür immer mehr Zeit und eigenes Geld aufwenden. Die Folge: Über die Hälfte der Pflegenden können nicht in Vollzeit arbeiten, viele geben die Berufstätigkeit komplett auf. Besonders Frauen sind betroffen.
Das ergibt sich aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Wissenschaftlichen Instituts der AOK , die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Gaben die Befragten 2019 noch an, 43 Wochenstunden für pflegende Tätigkeiten wie Ernährung, Körperpflege und Medikamentengabe zu benötigen, lag die aufgewendete Zeit nunmehr bei 49 Stunden.
Auch die finanzielle Belastung ist danach trotz gestiegener Leistungen aus der Pflegeversicherung gewachsen. Der mittlere Eigenanteil kletterte der Umfrage zufolge von knapp 200 Euro im Jahre 2019 auf jetzt 290 Euro im Monat.Die hohe zeitliche Belastung wirkt sich insbesondere auf die eigene Berufstätigkeit aus. Lediglich 46 Prozent der Hauptpflegepersonen arbeitet der Umfrage zufolge in Vollzeit.
„Es ist problematisch, dass pflegende Angehörige mit durchschnittlich 49 Wochenstunden Pflegearbeit zu Hause belastet sind und dass die häusliche Pflege offenbar dazu führt, dass fast jeder Vierte die Erwerbstätigkeit reduziert oder ganz aufgibt“, sagte die AOK-Vorstandsvorsitzende Carola Reimann dem RND. So würden gleichzeitig weitere Schwierigkeiten in der Pflege in der Zukunft befeuert, warnte sie.
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