München (lby) - Per Rohrpost landen Patientenproben aus dem OP binnen Minuten im Labor, werden hochautomatisiert bearbeitet und analysiert - für eine
Tuberkulose, HIV, aber auch andere Bakterien, neue Viren, Pilze und Parasiten: Ein neues Zentrum für Infektionsmedizin verzahnt klinische Forschung und Diagnostik enger. Wie profitieren Patienten?
Per Rohrpost landen Patientenproben aus dem OP binnen Minuten im Labor, werden hochautomatisiert bearbeitet und analysiert - für eine schnelle Diagnose und Behandlung. Die Ludwig-Maximilians-Universität hat in München-Großhadern ein neues Zentrum zur engeren Verzahnung von kliniknaher Forschung und Diagnostik in der sprach von einem Aushängeschild für den Wissenschaftsstandort Bayern.
„Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt: Wer Krankheitserreger schnell versteht, kann Leben retten“, sagte Blume zur Eröffnung des 36 Millionen Euro teuren Neubaus für das Max von Pettenkofer-Institut, finanziert vom Freistaat. Auch Bauminister Christian Bernreiter sprach von einem Meilenstein. Mit dem MaxP3 - das dritte für das Pettenkofer-Institut gebaute Gebäude - sei ein Ort geschaffen worden, an dem Virologie, Mikrobiologie und klinische Praxis eng zusammenwirken, im Sinne des Gedankens: „vom Reagenzglas zur Rettung“, sagte Blume.
„Klar ist: Pandemien kündigen sich nicht an, aber wir können uns vorbereiten. “In dem neuen Gebäude werden Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten untersucht. Dafür stehen Labore mit einer Fläche von mehr als 1.100 Quadratmetern zur Verfügung. Insgesamt umfasst das Gebäude eine Nutzfläche von 2.245 Quadratmetern.
Nach Angaben der LMU arbeiten in dem Gebäude rund 90 Beschäftigte, darunter Ärztinnen, Ärzte, Wissenschaftler sowie technische Fachkräfte. Persönlich, kompetent und unterhaltsam: Chefredakteur Gregor Peter Schmitz ordnet jeden Mittwoch ein, worüber Deutschland spricht, und sendet Ihnen die wichtigsten Inhalte aus der stern-Redaktion.beeindruckte, ersetzt lange Autofahrten mit Proben in die Innenstadt zu bisherigen Labors der Virologie. Die Proben werden in einer hochmodernen Anlage auf die Nährlosung gebracht, über ein Fließband weiter transportiert und analysiert.
Die Auswertung großer Datenmengen soll auch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz unterstützt werden. Zum Zentrum gehört zudem ein rund 100 Quadratmeter großes Hochsicherheitslabor der Sicherheitsstufe 3. Dort können Erreger untersucht werden, die besondere Schutzmaßnahmen für Personal und Umwelt erfordern, darunter Tuberkulosebakterien. Das Gebäude verfügt auch über eine Biobank mit Stickstoff-Kryokonservierung und minus 80 Grad für eine langfristige Tiefkühllagerung von Proben.
Ein weiteres Element ist ein Impfstützpunkt mit zwei Behandlungszimmern und Wartebereich. Im Neubau sind ferner zwei nationale Referenzzentren untergebracht: eines für das Magenbakterium Helicobacter pylori, das mit verschiedenen Krebserkrankungen in Verbindung gebracht wird, und eines für Retroviren wie HIV, die ihre Erbinformationen dauerhaft in das Erbgut der infizierten Wirtszelle einbauen.
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