Nicht ohne Ironie: Italien bietet den USA ausgerechnet jenes Schiff an, das für eines der größten Fiaskos der US-Navy verantwortlich war: die FREMM

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Nicht ohne Ironie: Italien bietet den USA ausgerechnet jenes Schiff an, das für eines der größten Fiaskos der US-Navy verantwortlich war: die FREMM
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Die US-Navy sucht dringend neue Fregatten. Nun bringt eine italienische Werft wieder einen Entwurf ins Spiel, der in Washington keine guten Erinnerungen wecken dürfte.

Die US-Navy sucht dringend neue Fregatten. Nun bringt eine italienische Werft wieder einen Entwurf ins Spiel, der in Washington keine guten Erinnerungen wecken dürfte. -Navy erneut eine Fregatte aus der Fremm-Familie anbieten.

Der Konzern setzt auf die neue Fremm Evo und auf bereits ausgebaute Kapazitäten in den USA. Darüber berichtet das US-Fachportal „Ursprünglich sollte die Constellation-Klasse auf der italienisch-französischen Fremm basieren. Am Ende blieben nur noch 15 Prozent Gemeinsamkeit mit dem Ausgangsdesign. Die ständigen Änderungen hatten den Zeitplan zerrissen und die Kosten nach oben getrieben.

Jetzt versucht die Werft einen neuen Anlauf. Firmenchef George Moutafis sagte, die Navy und die Regierung müssten einen Weg finden, der einen schnellen Start und einen zügigen Bau ermögliche, „ohne dass Designspiralen dazwischenfunken“. Seine klare Forderung: „Akzeptiert den Entwurf, der da ist und gut funktioniert, und beginnt mit der Arbeit.

“ Angeboten werden soll die Fremm Evo, eine Weiterentwicklung der italienischen Bergamini-Klasse. Das Schiff ist 144 Meter lang und verdrängt rund 6500 Tonnen. Die Fregatte erhält ein neues Kronos-Dual-Band-Radar von Leonardo mit vier Aesa-Antennenpaaren. Es soll Luftlage, Zielverfolgung und Feuerleitung parallel verbessern.

Für die Abwehr kleiner unbemannter Systeme setzt Fincantieri auf Technik der italienischen ELT Group. Das Unternehmen sprach bereits 2024 von einer „fortschrittlichen Anti-Drohnen-Abwehrfähigkeit“ für Kriegsschiffe und verwies auf eigens entwickelte Algorithmen künstlicher Intelligenz. Vorgesehen ist das sogenannte „Finnland-Modell“: Die ersten Einheiten könnten im Herkunftsland entstehen, später soll die Fertigung mit Technologietransfer in die USA wandern. Ein Abschlussbericht dazu wird bis 12.

November 2026 erwartet. Fincantieri verweist darauf, dass die Fremm Evo schon von anderen Staaten bestellt wurde: Italien kauft zwei Schiffe, Portugal drei. In Marinette im Bundesstaat Wisconsin hat der Konzern außerdem bereits Hallen, Anlagen und Lieferketten aufgebaut. Dort sollten einst die Constellation-Fregatten entstehen.

Heute baut die Werft auch die neuen Medium Landing Ships der Navy. Offen ist, ob der Plan politisch durchkommt. Im Kongress gibt es Widerstand gegen Kriegsschiffe aus ausländischen Werften. Die US-Navy müsste ausgerechnet zu jenem Hersteller und zu jener Entwurfsfamilie zurückkehren, die mit dem Constellation-Programm gescheitert sind.

Moutafis hält den Kurs trotzdem für sinnvoll.

„Perfektion ist manchmal der Feind von mehr als gut genug“, sagte er. Die Navy brauche Schiffe schnell. Ihre Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse sind stark gefragt – kleinere Fregatten sollen sie bei Geleitschutz und Einsätzen in weniger umkämpften Gewässern entlasten. Ob die Fremm Evo dabei noch eine neue Chance bekommt, dürfte sich nach Abschluss der laufenden Prüfung entscheiden.

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