Wohl Einigung mit Aserbaidschan: Armenien verkündet Waffenruhe
Das armenische Verteidigungsministerium teilte abends mit, dass der Beschuss abgeflaut sei. In den Kämpfen seit der Nacht zu Dienstag wurden nach Angaben von Ministerpräsident Nikol Paschinjan mehr als 100 Armenier getötet. 50 Quadratkilometer armenisches Gebiet seien in der Hand des Gegners, sagte er im Parlament. Die aserbaidschanische Seite sprach von 54 Toten in ihren Streitkräften.
Trotz der offenbar erzielten Waffenruhe geriet die armenische Führung wegen der aserbaidschanischen Angriffe unter Druck. In der armenischen Hauptstadt Eriwan hatten nur wenige Stunden vor der Ankündigung der Waffenruhe Tausende Menschen gegen Regierungschef Nikol Paschinjan demonstriert und ihm Landesverrat vorgeworfen.
Auslöser waren Aussagen des Ministerpräsidenten, seine Regierung sei bereit, in einem möglichen künftigen Friedensabkommen mit Aserbaidschan die territoriale Integrität des Nachbarlandes anzuerkennen, sofern die Regierung in Baku wiederum die Kontrolle über eroberte Gebiete in Armenien aufgebe.
. Allerdings wurde nach armenischen Angaben zuletzt nicht die Exklave angegriffen, die Attacken trafen Stellungen bei den StädtenBergkarabach gehört zu Aserbaidschan, wird aber von Armeniern bewohnt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion sicherten sich armenische Kräfte in einem Krieg von 1992 bis 1994 die Kontrolle über das Gebiet und besetzten weite Teile Aserbaidschans.
2020 gewann Aserbaidschan seine Gebiete zurück und eroberte strategisch wichtige Stellen in Bergkarabach. Den nach vier Monaten vereinbarten Waffenstillstand überwacht Russland, die Schutzmacht der christlichen Armenier. Auch die Europäische Union unternahm seitdem viele Anstrengungen, den Konflikt zu lösen.
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