Oktoberfest: Drohnen-Verbotszone rund um Flughafen München missachtet

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Oktoberfest: Drohnen-Verbotszone rund um Flughafen München missachtet
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Hobby-Drohnenflieger missachten zum Oktoberfest die Verbotszone am Flughafen München. Es drohen Betriebsstörungen, Schadensersatz und Strafverfahren.

Mehrere Hobby-Drohnenflieger haben gegen das während des Oktoberfests verschärfte Flugverbot im Umkreis des Münchner Flughafens verstoßen. In zwei Fällen führte das laut Polizeipräsidium Oberbayern Nord zu kurzzeitigen Einschränkungen des Flughafenbetriebs.

Die Polizei forderte daher Drohnenflieger auf, sich vor dem Start ihres Fluggeräts über die aktuellen Vorschriften zu informieren - und warnte vor den möglichen teuren Folgen und drohenden Strafverfahren. Nachzulesen sind die örtlichen Bestimmungen auf der"Digitalen Plattform unbemannte Luftfahrt" des Bundesverkehrsministeriums. Während des Oktoberfests ist das Flugverbot für Drohnen am Flughafen auf einen Umkreis von sechs Kilometern rund um den Tower vergrößert.

Einen politischen Hintergrund hatten die verbotenen Drohnenflüge offenkundig nicht: Nach Worten einer Polizeisprecherin handelte es sich um Hobby-Drohnenflieger, deren Geräte die Begrenzung der sechs-Kilometer-Zone überschritten hatten. Da viele internationale Touristen zur Wiesnzeit nach München kommen, herrscht am Flughafen mehr Betrieb als ansonsten Ende September zu erwarten wäre. Allein die Lufthansa zählt an den 16 Tagen in München etwa 1,7 Millionen Passagiere.

Das Polizeipräsidium verband seine Warnung mit dem Hinweis, dass Fluggesellschaften und Flughafen im Falle von Einschränkungen des Flugbetriebs von den Drohnenlenkern mehrere tausend Euro Schadenersatz fordern können. Falls die Luftsicherheit gefährdet wird, kann das demnach auch ein Strafverfahren nach sich ziehen. Die neue EASA-Verordnung für Bodenverkehrsdienstleister ist inzwischen final.

Katharina Fromen, Leitung Integriertes Managementsystem bei Wisag Aviation, und Sven Maertens, kommissarischer Abteilungsleiter Luftverkehrsökonomie beim DLR, haben in einer Studie untersucht, wie Airlines, Flughäfen, GHSP und Berater die Anforderungen einschätzen – und ordnen im Interview ein, wie sich die Lage seither entwickelt hat. Ihr Feedback liegt uns am Herzen. Schreiben Sie uns eine E-Mail, wenn Sie einen Fehler entdeckt haben oder geben Sie der Redaktion Hinweise, gerne auch anonym.

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