Öl fließt wieder durch Hormus – Preise bleiben dennoch hoch

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Durch die Straße von Hormus fließt wieder mehr Öl, obwohl Iran Handelsschiffe mit Drohnen und Raketen bedroht. Die USA sichern die Tanker militärisch und versuchen so, die wichtige Route offenzuhalten.

Durch die Straße von Hormus fließt wieder mehr Öl, obwohl Iran Handelsschiffe mit Drohnen und Raketen bedroht. Die USA sichern die Tanker militärisch und versuchen so, die wichtige Route offenzuhalten.gilt seit Beginn des Krieges als faktisch geschlossen.

Entsprechend groß war die Sorge, dass der wichtigste Seeweg für den Öltransport aus der Golfregion vollständig ausfallen könnte. Doch tatsächlich passieren wieder deutlich mehr Tanker die Meerenge zwischen Iran und Oman.

“ vorliegen, erreichten die Rohölexporte aus der Golfregion im September rund 16,5 Millionen Barrel pro Tag und damit annähernd das Vorkriegsniveau. Ein Teil der Lieferungen wird über alternative Routen abgewickelt. Zugleich passieren wieder mehr Tanker dieDass wieder mehr Öl auf den Weltmarkt gelangt, bedeutet allerdings nicht, dass die Risiken verschwunden sind. Der Markt muss weiterhin damit rechnen, dass neue Angriffe die Transporte erneut beeinträchtigen.

Solange Iran Handelsschiffe angreift und die Transporte auf militärische Absicherung angewiesen sind, bleibt eine entsprechende Risikoprämie im Ölpreis bestehen. Wie groß das Risiko für die Schifffahrt weiterhin ist, zeigen Daten eines westlichen Sicherheitsvertreters, die der „New York Times“ vorliegen. Demnach hat Iran seit Anfang August jede Woche etwa 30 Drohnen und zehn Schiffsabwehrraketen auf Handelsschiffe abgefeuert. In den zehn Tagen bis zum 2.

Oktober wurden mindestens vier Handelsschiffe getroffen. Eine von der britischen Marine betriebene Monitoring-Gruppe registrierte seit dem 10. September mindestens 13 Schiffe, die durch Geschosse oder deren Trümmer beschädigt wurden. Die meisten waren Öltanker.

Die US-Marine begleitet Tanker durch omanische Hoheitsgewässer und sichert die Route mit Kriegsschiffen, Kampfflugzeugen und Hubschraubern. Einige Schiffe schalten ihre Ortungssysteme ab. Gleichzeitig nutzen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate Pipelines und alternative Häfen, um einen Teil ihrer Lieferungen an Hormus vorbei auf den Weltmarkt zu bringen. Auch sogenannte Schiff-zu-Schiff-Transfers gewinnen an Bedeutung.

Dabei transportieren Tanker aus den Golfstaaten ihre Ladung durch die Meerenge und übergeben sie anschließend in sichereren Gewässern an andere Schiffe. Auf dieses Verfahren weist auch der „ Die gestiegenen Exportzahlen zeigen deshalb nicht, wie stark der Transport über die Straße von Hormus selbst zugenommen hat. Nach Einschätzung von Ana Subasic, einer Handelsrisiko-Analystin des Datenanbieters Kpler, bedeutet die Erholung der Transportmengen nicht, dass sich die Ölströme normalisiert haben. Am Mittwoch, dem 29.

September, haben die iranischen Revolutionsgarden erstmals selbst bestätigt, dass sie Ziele in der Straße von Hormus angreifen. Ein Sprecher erklärte im iranischen Staatsfernsehen, Iran greife dort alle 24 Stunden Ziele an und hindere Schiffe am Durchfahren.äußert sich bislang nicht zu den iranischen Attacken auf Handelsschiffe im September. Neue US-Angriffe auf Iran oder iranische Schiffe wurden seit Anfang September ebenfalls nicht bekannt gegeben, berichtet die „New York Times“.

Der Nahost-Experte Ian Ralby wertet die Zurückhaltung als mögliches Zeichen dafür, dass die US-Regierung eine weitere Eskalation vermeiden will. Für den Ölmarkt bedeutet das: Die Versorgung ist derzeit besser als zu Beginn des Krieges erwartet, bleibt aber von militärischem Geleitschutz, Umwegen und alternativen Transportwegen abhängig. Solange Iran weiter Handelsschiffe angreift, bleibt das Risiko neuer Unterbrechungen bestehen – und damit auch der entsprechende Aufschlag auf den Ölpreis.

Die Entwicklung in der Straße von Hormus zeigt damit einen ungewöhnlichen Zustand: Der Ölhandel funktioniert wieder, obwohl die Route weiterhin unter Beschuss steht. Möglich wird das durch militärische Begleitung, alternative Transportwege und logistische Umwege. Die höheren Exportmengen bedeuten deshalb nicht, dass die Meerenge wieder sicher passierbar ist.

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