Österreich startet ein neues Pilotenmodell mit Austrian Airlines. Militärpiloten sollen ab 2028 zwischen Armee und Linienflügen wechseln.
“ sollen zwei Piloten des Bundesheeres am 28. September ihre Ausbildung auf dem Airbus A320 bei Austrian Airlines begonnen haben. Nach Abschluss der Schulung im Sommer 2027 sollen sie zunächst regulär auf Linienflügen der Airline eingesetzt werden.
Geplant ist, dass die eigentliche Aufteilung ab 2028 beginnt. Dann sollen die Piloten jedes Jahr sechs Monate für das Bundesheer und sechs Monate für Austrian fliegen. Vorgesehen ist nach Angaben des niederländischen Luftfahrtmediums „“, dass sie von November bis April für die Streitkräfte im Einsatz sind und von Mai bis Oktober Passagiermaschinen der Airline steuern. Unter den ersten beiden Teilnehmern sind ein Hubschrauberpilot und ein Jetpilot.
Die Ausbildung auf dem A320 gilt als entscheidender Schritt, damit der Wechsel zwischen militärischem und zivilem Cockpit im Alltag überhaupt funktioniert. Hinter dem sogenannten „Sharing-Modell“ steht vor allem ein Personalproblem. Militärpiloten werden über Jahre ausgebildet, können aber nach ihrer Mindestdienstzeit in die zivile Luftfahrt wechseln. Genau das geschieht immer wieder, weil Airlines oft bessere Bezahlung und verlässlichere Arbeitszeiten bieten.
Mit dem neuen Modell will Österreich diese Abgänge zumindest bremsen. Die Piloten bleiben Soldaten, sammeln aber zugleich Flugerfahrung im zivilen Linienverkehr. Das Bundesheer sichert sich so weiterhin den Zugriff auf erfahrene Besatzungen. Nach Angaben von „Up in the Sky“ sollen die Teilnehmer dem Militär auf diese Weise noch rund zehn Jahre erhalten bleiben.
Für eine vergleichsweise kleine Luftwaffe ist das wichtig. Österreich verfügt nur über eine begrenzte Zahl an erfahrenen Piloten für Jets, Transportflugzeuge und Hubschrauber. Wenn gut ausgebildete Kräfte ausscheiden, lässt sich das nicht schnell ausgleichen. Die Piloten sollen jedes Jahr sechs Monate für das Bundesheer und sechs Monate für Austrian fliegen .
Austrian Airlines braucht im Sommer wegen des dichten Flugplans mehr Personal im Cockpit. Das Militär kann seine Piloten in den übrigen Monaten einsetzen und hält deren Fähigkeiten gleichzeitig im eigenen System.
“ ist das Modell zunächst ein Testlauf. Nach der ersten Runde will das Bundesheer prüfen, ob sich die Doppelrolle im Alltag bewährt. In den Niederlanden arbeitet KLM mit der Luftwaffe nach einem ähnlichen Prinzip zusammen. Österreich setzt nun ebenfalls darauf, nicht länger mit den Fluggesellschaften um Piloten zu konkurrieren, sondern mit einer Airline zusammenzuarbeiten.
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