Die Handelskette Spar setzt in Österreich seit April die ersten von insgesamt zehn neuen E-Lkw ein, die klassische Dieselmodelle ersetzen und sowohl für Trockensortiment als auch für Kühltransporte genutzt werden. Und es sollen weitere E-Lkw angeschafft werden.
Die Handelskette Spar setzt in Österreich seit April die ersten von insgesamt zehn neuen E-Lkw ein, die klassische Dieselmodelle ersetzen und sowohl für Trockensortiment als auch für Kühltransporte genutzt werden.
Und es sollen weitere E-Lkw angeschafft werden. Bei den E-Fahrzeuge aus der ersten Bestellung handelt es sich um Exemplare der Hersteller MAN und Mercedes-Benz. Diese werden „an mehreren Standorten in den Logistikbetrieb integriert, um erste Erfahrungen im Regelverkehr zu sammeln und das Zusammenspiel von Fahrzeugtechnik, Ladeinfrastruktur und regionalen Netzkapazitäten bestmöglich zu testen“, wie Spar mitteilt. Parallel zur Lieferung der Fahrzeuge entsteht an mehreren Logistikstandorten ein Ladeverbund.
„Begleitend dazu baut Spar an allen beteiligten Standorten entsprechende Hochleistungsladestationen auf – in enger Abstimmung mit Energieversorgern und Netzbetreibern“, so das Unternehmen. Die Lkw-Lader werden über die österreichische ENIN-Förderung unterstützt. Es soll auch eine wissenschaftliche Begleitung rund um die Energieversorgung geben, um zu erheben, welche Netzkapazitäten ein vollständiger oder teilweiser Umstieg künftig erfordern würde – was dann in die weitere Planung einfließen soll.
Dass die Handelskette gerade jetzt die ersten Elektro-Lkw einsetzt, hat laut dem Unternehmen einen guten Grund: „Dank technischer Weiterentwicklungen im Bereich der Elektromobilität lassen sich Elektro-Lkw erstmals auch inklusive Anhänger vollwertig im Regelbetrieb einsetzen.
“ Und das umfasst die Belieferung von mehr als 1.500 Filialen, die teilweise in innerstädtischen Lagen und Zonen mit Zufahrtsbeschränkungen liegen, aber auch in alpinen Regionen des Landes auf bis zu 1.900 Metern Höhe. Dazu kommen die eigenen Anforderungen von Spar: So wurde bei der Beschaffung „bewusst darauf geachtet, dass die Fahrzeuge die bestehenden logistischen Anforderungen vollumfänglich erfüllen“. Und bei Spar umfasst das auch den „temperaturgeführten Transport“. Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben bereits seit den 1990er-Jahren auf elektrische Wechselstrom-Kühltechnologien.
„Die Integration dieser Kühlung in vollelektrische Lkw war technisch lange eine Herausforderung. Mit den neuen E-Lkw-Modellen wurde nun erstmals eine Lösung gefunden, die den anspruchsvollen Kühltransport vollumfänglich ermöglicht“, heißt es in der Mitteilung. Die neuen E-Lkw werden dort an die Stelle klassischer Dieselmodelle, „wo es betrieblich und infrastrukturell sinnvoll ist“. Konkrete Elektro-Ziele für die rund 300 Fahrzeuge umfassende Lkw-Flotte von Spar in Österreich nennt das Unternehmen nicht, will aber auf alle Fälle 2027 weitere E-Lkw anschaffen.
„Mit der schrittweisen Elektrifizierung unseres Fuhrparks gestalten wir unsere Logistik klimafreundlicher. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen Emissionen dort reduzieren, wo es technisch und infrastrukturell möglich ist – und gleichzeitig dieselbe Versorgungssicherheit für unsere Märkte gewährleisten“, so Spar-Vorstand Marcus Wild.
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