Der Hamburger Sprinter Owen Ansah lief bei der Sparkassen‑Gala in Regensburg in 9,98 Sekunden und verbesserte damit den deutschen 100‑Meter‑Rekord, erneut als einziger Deutsche die Zehn‑Sekunden‑Marke unter regulären Bedingungen zu knacken.
Deutschlands schnellster Sprinter hat bei der Sparkassen‑Gala in Regensburg einen neuen nationalen Rekord über 100 Meter aufgestellt. Der 25‑jährige Athlet aus Hamburg, Owen Ansah , überquerte die Ziellinie in 9,98 Sekunden und unterbot damit seine bisherige Bestmarke von 9,99 Sekunden, die er bei den Deutschen Meisterschaften im Jahr 2024 erzielt hatte.
Die Leistung stellt nicht nur eine Verbesserung um eine Hundertstelsekunde dar, sondern bestätigt zudem, dass Ansah nach wie vor der einzige Deutsche ist, der die begehrte Zehn‑Sekunden‑Marke unter regulären Wettkampfbedingungen geknackt hat. Im Vorlauf hatte er bereits gezeigt, dass er in Topform ist, indem er trotz leichtem Gegenwind in 10,16 Sekunden das Rennen für sich entscheiden konnte. Im Finale profitierte er von 0,8 Meter pro Sekunde Rückenwind, beschleunigte weiter und ließ die Konkurrenz hinter sich.
Hinter dem neuen Rekordmeister stand Yannick Wolf, der mit 10,14 Sekunden den zweiten Platz belegte und damit die übliche Qualitätsnorm für deutsche Sprinter erfüllte. \n\nNach dem Lauf strahlte Ansah über das ganze Gesicht, als er am Mikrofon im Stadion seine Freude teilte. Er betonte, dass er zeigen wolle, er sei kein One‑Hit‑Wonder und dass er zusammen mit seinem Trainer nie erwartet habe, eine so schnelle Zeit zu laufen.
Er erklärte, er habe sich gut gefühlt, die Konkurrenz sei da und das sei genau das, was ein Sprinter brauche, um Höchstleistungen zu erzielen. Der Rekord wurde seinem Trainer Sebastian Bayer gewidmet, der nach einer Schulteroperation nicht vor Ort sein konnte, aber dennoch einen wichtigen Beitrag zum Erfolg geleistet habe, wie Ansah scherzhaft anmerkte, er werde bestimmt noch weitere Verbesserungen finden. \n\nAnsah befindet sich derzeit in hervorragender Form.
Bereits Anfang Mai hatte er zusammen mit der deutschen 4 × 100‑Meter‑Staffel bei den World Relays in Botswana den nationalen Rekord gebrochen. Gemeinsam mit Kevin Kranz, Marvin Schulte und Lucas Ansah‑Peprah lief das Quartett in 37,67 Sekunden und setzte damit ein weiteres Zeichen für die Leistungsfähigkeit des deutschen Sprint-Teams.
Die aktuelle Einzelzeit von 9,98 Sekunden stärkt die Aussichten für die bevorstehenden europäischen und internationalen Meisterschaften, wo Ansah als Favorit gilt, die Zehn‑Sekunden‑Barriere weiter zu festigen und möglicherweise sogar unter die neunstellig‑Grenze vorzustoßen
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