Die Stadt Paderborn muss mehrere hundert Millionen Euro einsparen. Im Rat wurde heute ein großes Sparpaket vorgestellt.
Die Stadt Paderborn muss in den nächsten Jahren mehrere hundert Millionen Euro einsparen. Im Rat wurde heute ein großes Sparpaket vorgestellt, das drastische Einschnitte vorsieht.zweitgrößter Stadt.
Der Bericht einer externen Beratungsgesellschaft hat festgestellt, dass im städtischen Haushalt 100 Millionen Euro fehlen - und das Jahr für Jahr, bis 2037. Das Ergebnis der Beratungsgesellschaft sieht große Einschnitte vor - in fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Mit Abstand am meisten soll beim Personal gespart werden. Demnach sollen bis 2037 knapp 400 von 2.000 Vollzeitstellen in der Stadtverwaltung wegfallen.
Vor allem in den Bereichen der so genannten freiwilligen Leistungen. Zum Beispiel in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Betriebsbedingte Kündigungen soll es dabei nicht geben. Auch Paderborner Eltern sollen verstärkt zur Kasse gebeten werden.
Bei Kindertagesstätten und Offener Ganztagsschule sollen die Gebühren um 15 Prozent angehoben werden. Auch die Beiträge für Geschwisterkinder sollen ansteigen. Die Streichliste betrifft in großem Maße Kultur und Sport. So sollen die städtischen Zuschüsse zum Theater Paderborn und zur Paderhalle reduziert werden, die für das Heinz-Nixdorf-Forum nach 2031 ganz gestrichen werden.
"Wir stehen mit dem Rücken eng an der Wand. Mit dem Sparprogramm können wir es schaffen, etwas von der Wand abzurücken.
"Ein Hallenbad soll geschlossen werden, der Eintritt zu den Bädern und den Gebühren für Sportstättennutzung sollen steigen und die Zuschüsse für den Ahorn-Sportpark komplett wegfallen. Ebenso soll es für Autofahrer teurer werden: Zwei Euro mehr Parkgebühren pro Stunde, Ampelkameras für Rotlichtsünder, mehr Knöllchen für Parksünder. Der Rat hat die umfassenden Sparvorschläge zunächst ohne Generaldebatte entgegen genommen. Im Dezember will die Stadt einen Haushaltsvorschlag vorlegen.
Ungefähr im Frühjahr soll der Haushalt 2027/28 beschlossen werden. Ein ehemaliges Krematorium der Nazis in Büren ist in Privatbesitz. Es darf aber nicht abgerissen werden, sagt das OVG Münster. Bei ihrer Hochzeit vor 35 Jahren hatten Heike und Otfried Kahle kein Geld für ein Brautkleid. Jetzt hat er sie damit überrascht.
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