Mit einer imposanten Vorstellung hat der Eimsbütteler TV einen riesigen Schritt in Richtung Regionalliga Nord gemacht. Nach dem 5:3 gegen den SV
Mit einer imposanten Vorstellung hat der Eimsbütteler TV einen riesigen Schritt in Richtung Regionalliga Nord gemacht. Nach dem 5:3 gegen den SV Todesfelde im Hoheluft-Stadion würde dem ETV im Abschlussspiel gegen Blumenthal am Sonntag bereits eine Niederlage mit bis zu drei Toren Differenz für den Aufstieg genügen.
Vor 2000 Zuschauer:innen erwischte der ETV einen Auftakt nach Maß: Nach einer Flanke von Jean Doegl bekamen die Gäste den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Tom Politz nutzte dies mit Bedacht und Präzision zur frühen Führung für Eimsbüttel. Jasper Hölscher hätte fast erhöht, aber sein Schuss strich am kurzen Eck vorbei. Zwei Minuten später glänzte Hölscher als Vorbereiter: Seinen Steckpass verwandelte Toralf Hense zum 2:0 nach gerade zehn Minuten – ein Traumstart für den Hamburger Vizemeister. Todesfelde fing sich danach etwas, kam aber nur sporadisch zu Offensivaktionen. Die Eimsbütteler gewannen gegen die robusten Gäste die meisten Zweikämpfe und kamen weiter zu ihren Chancen: Max Mbodje scheiterte zunächst noch, doch acht Minuten später tanzte er zusammen mit Jon Pauli die Todesfelder Abwehr aus und traf zum 3:0 . Großer Andrang am Hoheluft-Stadion. Der ETV entschädigte fürs Warten mit einer Gala.
Ex-Profi Jan-Marc Schneider hätte dann fast die erste Gäste-Gelegenheit gehabt, er stand in der 41. Minute aber im Abseits. Wie der regionalligaerfahrene ETV-Routinier Juri Marxen einen unterbundenen Todesfelder Angriff an der Mittellinie mit geballten Fäusten feierte, war beispielhaft für die Energie und Entschlossenheit, die Eimsbüttel im Stadion seiner Nachbarin Victoria an den Tag legte.
Beide Mannschaften hatten ihr Auftaktspiel gewonnen – doch in den ersten 45 Minuten zeigte nur ein Team Siegermentalität. Angesichts des deutlichen Vorsprungs richteten sich die Blicke der ETV-Fans schon nach Bremen, wo im Parallelspiel der Blumenthaler SV und Egestorf-Langreder aufeinander trafen. Ein Unentschieden oder ein Sieg der Niedersachsen hätte den vorzeitigen Eimsbütteler Aufstieg bedeutet. Dort stand es zur Pause 1:1.
Doch für den Aufstieg war natürlich zunächst ein eigener Sieg vonnöten – und den versuchte Todesfelde im zweiten Durchgang noch zu bestreiten. Der Versuch von Janek Sternberg wurde allerdings von ETV-Keeper Aboubakar Fofana vereitelt. Es sah zunächst nach einem Strohfeuer aus: Eimsbüttel übernahm wieder das Kommando, Politz setzte sich über links durch und bediente den freistehenden Hense, der mit dem 4:0 seinen Doppelpack schnürte. Doch nach einem Ballverlust von Hölscher verkürzte Morten Liebert auf 4:1. Und Liebert stellte kurz darauf per Elfmeter nach Foul an Schneider auf 4:2 . Zudem hatte der bereits verwarnte Farid Dibamba für sein Strafraum-Foul Gelb-Rot gesehen. Nun lag das Momentum zum ersten Mal auf Todesfelder Seite. Doch mit einer konzentrierten Abwehrleistung hielten die Eimsbütteler den Gegner weitgehend vom eigenen Gehäuse fern – und legten auch in Unterzahl die Defensivschwächen Todesfeldes offen.
Lamin Beuck und Pauli dribbelten sich nach Belieben durch den Strafraum und ließen Hölscher zum 5:2 abschließen. Postwendend verkürzte Schneider in einer verrückten zweiten Hälfte wieder auf 5:3.
Torwart Fofana lenkte einen Kopfball Noah Awuku über die Latte, nach sechs Minuten Nachspielzeit war der ETV-Sieg um 20.56 Uhr in trockenen Tüchern. Weil Blumenthal kurz vor Schluss zum 3:2-Sieg traf, musste die Aufstiegsfeier abgeblasen werden. Eimsbüttels Ausgangsposition vor der Schlussrunde ist aber mehr als gut.
Am Sonntag tritt der ETV im neutralen Heeslingen gegen den Blumenthaler SV an, dann würde selbst bei einem Todesfelder Sieg gegen Egestorf eine Niederlage mit bis zu drei Toren Differenz genügen, um das Regionalliga-Ticket zu lösen.
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