Zwischen Theater und Lecture: Im Ballhaus Ost war ein Team junger Künstler:innen zu Gast, das den Nachwuchspreis des Körber Studios gewonnen hat.
Wölfe und Schafe, sie waren schon immer beliebte Tiere, wenn es um Metaphern ging, und wurden dabei nicht selten einseitig als Angreifer und Opfer stilisiert. Wölfe und Schafe sind konkret die Protagonisten in den Auseinandersetzungen um Landschaftsschutz, Tierschutz und Schafzucht. Diese Gegenwart wird zwar nicht angesprochen zwischen Wolf, Schaf und Hund in der Performance „KLITTERN “, die im Ballhaus Ost zu Gast war.
Regie und Text kommen von Lennart Boyd Schürmann, der in der ersten Szene die Literatur als Quelle von Anregung und Erregung verführerisch ins Bild setzte. Zwei Männer und eine Frau lesen sich vor, flüstern intim, lagern lasziv. Vom Text versteht man da noch nichts, aber dass er Beziehungen stiften und Nähe erzeugen kann, die ziemlich erotisch aussieht, dann doch.
Fabel und Märchen, Science-Fiction und Dystopie Das Schaf und der Wolf treffen hier in immer neuen Konstellationen aufeinander. Mal ist der Wolf der Angreifer, den das Schaf mit einer letzten Bitte zu tanzen austrickst, in einer sexuell konnotierten Variante. Mal hat sich der Wolf als Schaf verkleidet, weil Wölfe im Wald der Ausgestoßenen unbeliebt sind, während sich das Schaf für die Rolle des Waldpolizisten einen Wolfskopf aufgesetzt hat.
Und schaut man ins sehr kleingedruckte Programmheft – für junge Augen bestimmt –, merkt man, dass die Künstler:innen doch auch sehr ehrgeizig am Sinn arbeiten: „Gefragt wird in besonderem Maße nach der Rolle von Kunst innerhalb des Beziehungsgefüges von Macht und Widerstand, in dem vermeintlich autonome Phantasiebildungen immer auch politisch situierte Handlungen sind.“ Da dampft noch die Euphorie der Aufklärung in der Produktion.
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