Das Foto von Engel & Völkers zum Weltfrauentag ist so offenkundig so dermaßen daneben, dass man aufpassen sollte, nicht komplett hysterisch zu werden. Zu Recht gibt es dafür einiges an Häme.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Sparkasse Birkenfeld. Wichtig ist, wo man auf der Karriereleiter steht.Das aber war dem dekontextualisierungsgeneigten Internetpublikum natürlich egal, als es dieses Foto sah, auf dem so vieles so offenkundig so dermaßen daneben ist, dass man aufpassen sollte, daheim in der dunklen Mietwohnung nicht hysterisch zu werden.
Zu sehen ist also der komplett männliche Vorstand von Engel & Völkers, der sich anlässlich des Weltfrauentages, wie es heißt,"über weibliche Vorbilder" Gedanken macht - statt dieser weiblichen Vorbilder aber werden die Herren selbst abgebildet. Das zog zu Recht einiges an Häme nach sich, nicht nur, weil das Bild gegen die eigene Idee arbeitet. Das gehässige Auge sieht nämlich noch mehr, es sieht eine Umkehrung der Tatsachen der Welt, es sieht diese Welt als grauschlierigen Hamburger Hintergrund, farblich getupft allein von Krawatten und einem Mut zur Diversität, der am Saum derselben endet. Es sieht Profiteure einer obszönen Entwicklung des Immobilienmarkts, unter der nicht zuletzt normalverdienende Familien leiden. Das gehässige Auge sieht den Wunsch der Männer, edel und gleichzeitig zupackend über den Dächern der Stadt gezeigt zu werden, man erkennt es an der rostigen, regenfeuchten Trittfläche, auf der das polierte Glattleder der Vorstandsschuhe ruht. Im Hintergrund der Prachtbau der Elbphilharmonie. Man sieht all das und erinnert sich der vielen ähnlichen Bilder von Innenministerkonferenzen und aus Werbeprospekten von Sparkassen. In dieser Reihung freilich hat das Bild von Engel & Völkers eine neue Qualität: der zu inkriminierende Kern, nämlich die ungenügende Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen, gerät vor lauter Pixelfasching fast in Vergessenheit.
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