.borussia ist die Mannschaft, die die größte taktische Metamorphose durchlebt. Der neue Trainer Rose will nun sein erfolgreiches System aus Salzburg einführen.
Es ist aber nicht einmal diese neue Formation, die den Gladbacher Fußball der Zukunft markant macht, sondern es sind das laufintensive Pressing und der schnelle Tor-Abschluss nach Balleroberung."Unsere Spielweise wird offensiv ausgerichtet sein, wir wollen uns nicht verstecken, sondern aktiv Fußball spielen", sagt Lainer.
Wer wissen will, wie Gladbach künftig spielt, muss sich nur Salzburger Spiele der jüngeren Vergangenheit anschauen. Rose wird diesen Fußball nahezu Eins zu Eins auf Gladbach zu übertragen versuchen. Unter Hecking wirkte der Borussen-Stil zuletzt bisweilen etwas schwerfällig."Vielleicht stellt sich aber der eine oder andere Spieler ja als Pressingmaschine heraus", sagte Rose in seiner ersten Pressekonferenz als Gladbach-Trainer. Es klang ein ganz kleines bisschen spöttisch.Weil es im neuen Gladbacher System keinen klassischen Außenstürmer mehr gibt, muss der an Borussia Dortmund verkaufte Thorgan Hazard nicht ersetzt werden. Patrick Herrmann und Ibrahima Traoré hingegen müssen sich fortan mit Alassane Pléa und dem von Schalke 04 gekommenen Breel Embolo um die beiden zentralen Positionen in der Spitze streiten. Mit Marcus Thuram vom französischen Zweitligisten Guingamp kommt wahrscheinlich sogar noch ein fünfter Stürmer hinzu. Im ersten Testspiel, bei einem 8:0-Sieg gegen den 1. FC Mönchengladbach, ging es eigentlich nur darum, das neue taktische Verhalten einzuüben."Die Jungs haben die Sachen, die wir besprochen hatten, gut umgesetzt", sagte Rose hinterher,"wir hatten viele gute Ballgewinne, ein sehr ordentliches Gegenpressing und haben ein paar schöne Tore geschossen." Diese drei Dinge mögen gegen einen Landesligisten nicht schwer gefallen sein, weisen aber darauf hin, was dem Trainer Rose wichtig ist. Besonders präzise soll die Vorstellungen des Trainers ein Zugang erfüllt haben: Stefan Lainer. Als die Borussia am Samstag zwei 45 Minuten lange Testspiele bei einem Turnier in Heimstetten gegen den TSV 1860 München und den FC Augsburg bestritt, musste Rose schon etwas öfter und lauter korrigieren. Lainer spielte diesmal nicht mit.
