Einer neuen ARD-Recherche zufolge sollen Waffen aus ukrainischen Kriegsgebieten auf dem europäischen Schwarzmarkt verkauft werden. Doch Polizeibehörden sind gegen derartiges Kriegsgerät kaum gewappnet.
zufolge verdichten sich die Hinweise, dass Munition und Schusswaffen von ukrainischen Schlachtfeldern verschwinden und auf dem europäischen Schwarzmarkt landen. Unter den Waffen sollen sich laut Sicherheitsexperten auch solche befinden,Wo ist die Schmuggelware bisher aufgetaucht?
Konkret berichteten spanische Ermittler Redakteuren des Politmagazins, dass bei diversen Drogenrazzien in Andalusien neben Kokain regelmäßig auchschossen Drogenhändler etwa mit Maschinenpistolen des Typs AK-47 auf die Beamten. Ein Polizist sagte „Report Mainz“: „Als normale Polizei können wir uns gegen diese Art von Kriegswaffen nicht wehren, wir haben nur einfache Handfeuerwaffen.
“wurden demnach bei Drogenkurieren Patronen des Typs 5,56 Millimeter sichergestellt, die wohl zum Standardrepertoire von Nato-Munitionen gehören. Der Polizeibeamte bestätigte dem Rechercheteam: „Die Drogenbanden nutzen diesen Typ von Munition. Sie kommt aus Osteuropa, aus dem Krieg in der Ukraine.
“ Ein Sprecher der Guardia Civil berichtete derweil, dass man viele der Waffen nicht eindeutig zuordnen könne, weil die Seriennummern entfernt worden seien. Als normale Polizei können wir uns gegen diese Art von Kriegswaffen nicht wehren, wir haben nur einfache Handfeuerwaffen.wurden 2022 bei Razzien riesige Kriegswaffenarsenale sichergestellt – darunter auch moderne, modifizierte russische Sturmgewehre des Typs AK-47.
Der Munitions- und Sprengstofftechniker der Bundeswehr, Marco Pohlers, bestätigte dem „Report Mainz“-Team nach Sichtung der Pressefotos von der Razzia: „Die Waffe ist definitiv für den militärischen Markt vorgesehen.
“ Er ergänzte, dass das angegriffene Land damals schnellstmöglich Waffen benötigte: „Die Exportregeln zu dem Zeitpunkt waren sehr locker. Das heißt, auch der Grenzverkehr war sehr offen in Richtung Ukraine.
“Ermittler und Sicherheitsexperten vermuten, dass die bei den Drogenbanden sichergestellten Waffen und die Munition aktuellMöglicherweise seien sie demnach von gefallenen Soldaten entwendet worden. Die konfiszierten AK-47-Sturmgewehre gehören den Spezialisten zufolge zu den Standardwaffen ehemaliger Ostblock-Staaten.
Bereits in den ersten Tagen nach Russlands Invasion seienDas Problem sei allerdings, dass die meisten dieser Waffen und Munition zu Kriegsbeginn nicht dokumentiert worden seien – stattdessen seien viele illegal verkauft worden und entsprechend auf dem europäischen Schwarzmarkt gelandet.fehlende Markierungen an den Schusswaffen und lückenhafte Register die Rückverfolgung des Kriegsmaterials wesentlich erschweren . Demnach nutze man aktuell lediglich interne Datenbanken und öffentlich zugängliche Quellen, hieß es seitens der Behörde.ein EU-weites Waffenregister und einen verstärkten internationalen Datenaustausch.
Auch die Bundesregierung könne ihren Teil mit einer zentralen Erfassung aller Waffenfunde beitragen.
„Es muss ein gemeinsames Screening geben, welche Waffenfunde es überhaupt gibt“, sagte von Notz in einem ARD-Interview. : Bereits im Februar 2024 wurde in einem internen Papier des Auswärtigen Amtes bemängelt, dass laut Europol beim Datenaustausch zu Waffen in der EU „keine systematischen Abgleiche möglich“ seien. Vor knapp vier Jahren warnten Vertreter der EU-Grenzschutzagentur Frontex im Innenausschuss des Bundestages: „Wir haben in der Ukraine derzeit nahezu ungehinderten Zugang zu Kriegswaffen.
Wir gehen davon aus, und wir haben auch die ersten Anzeichen, dass diese durch den Schmuggel nach Europa gelangen könnten. “
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Widerstand gegen Polizei: Betrunkene Autofahrer in Düren und Nideggen festgenommenZwei alkoholisierte Autofahrer haben sich bei Polizeikontrollen in Düren und Nideggen der Blutentnahme widersetzt. Einer der Männer fuhr zudem ohne Führerschein.
Weiterlesen »
AMDs Mainboard-Chipsätze landen auf PCIe-ErweiterungskartenDie Erweiterungskarte Prom21 von WisdPi bringt USB, M.2-Steckplätze und SATA. Theoretisch läuft sie sogar an Raspberry Pis.
Weiterlesen »
DJs aus dem Ruhrgebiet wollen WM-Hit landen: Song mit Right Said Fred veröffentlichtDrei DJ s aus dem Ruhrgebiet wollen mit einem bekannten Song und neuen Beats die Herzen der Fußballfans erobern.
Weiterlesen »
„Wollen kein Monster dieser Art“: 650-Einwohner-Dorf stemmt sich gegen größtes KI-Rechenzentrum EuropasIn einem 650-Einwohner-Dorf bei Paris soll ein gigantisches KI-Rechenzentrum entstehen. Es geht um Milliardeninvestitionen, hunderte Jobs, aber auch massive Umweltbedenken.
Weiterlesen »




