Die Polizei Niedersachsen veröffentlicht Videos auf YouTube und Instagram, die Betroffene von Gewalt sowie Angehörige, Freunde, Nachbarn und Kollegen ansprechen sollen. Ziel der Kampagne ist es, Menschen zu ermutigen, verdächtige Situationen ernst zu nehmen, die Polizei zu rufen und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Ein geplantes Gesetz zur Änderung des Polizeigesetzes wird von der CDU bereits teilweise vorzeitig gefordert.
Ansprechen wollen die Beamten mit der Kampagne eigenen Angaben zufolge verschiedene Menschen: Auf der einen Seite Betroffene, auf der anderen aber auch ihr Umfeld. Dazu zählten etwa Angehörige, Freundinnen und Freunde, Menschen aus der Nachbarschaft, Kolleginnen und Kollegen - oder auch sonstige Personen, die Anzeichen von Gewalt wahrnehmen.
Sie alle sollen laut einer Mitteilung darauf aufmerksam gemacht werden, wie entscheidend es sein kann, Situationen ernst zu nehmen und zu handeln.bleibt das Geschehen häufig hinter verschlossenen Türen", so Kathrin Schuol, Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Lüneburg. Gleichzeitig gebe es im Umfeld oft Menschen, die etwas wahrnehmen. Ihnen möchten die Verantwortlichen Mut machen und sie dazu bewegen, auf Gefühle zu vertrauen und nicht wegzusehen.
"Mit unserer Kampagne möchten wir ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt setzen - und für eine Gesellschaft, in der Menschen Verantwortung füreinander übernehmen", sagte Schuol. Eigentlich soll das Polizeigesetz erst nach der Sommerpause geändert werden. Nun fordert die CDU, Teile der Novellierung schon jetzt umzusetzen. Veröffentlicht werden die Videos im Laufe des Monats auf dem YouTube-Kanal der Polizei Niedersachsen.
Außerdem sind sie den Angaben nach auf Instagram zu sehen. Die Polizeiinspektionen Celle, Harburg, Heidekreis, Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen, Rotenburg und Stade veröffentlichen sie. Ein erster Beitrag der Kampagne ist bereits zu sehen. Darin beantworten zwei Beamte aus der Leitstelle Fragen, die die Community über Instagram stellen konnte.
Etwa, welche Informationen die Leitstelle bei einem Anruf benötigt oder ob Notrufe für sie belastend sind. Niemand müsse Angst haben, die Polizei zu rufen, heißt es von den Verantwortlichen der Kampagne. Ob tatsächlich eine Straftat vorliegt, klärten die Beamten dann. Zugleich richten sich die Videos auch an Betroffene von Gewalt und wollen sie auf Hilfsangebote aufmerksam machen:"Gewalt ist keine Privatsache.
Wer bedroht, verletzt, eingeschüchtert oder kontrolliert wird - auch digital -, kann sich an die Polizei und an spezialisierte Beratungs- und Hilfsangebote wenden", heißt es. Häusliche Gewalt: Beratungsbedarf im Landkreis Cloppenburg steigt100 Jahre Waldklinik Jesteburg: Vom Gasthaus zur Reha-EinrichtungGaleria erneut insolvent: Angestellte bangen um Jobs Das Unternehmen ließ noch offen, ob Standorte geschlossen werden müssen. Unter anderem die Filialen in Wismar, Braunschweig, Oldenburg und Hamburg-Eimsbüttel sind gefährdet.
Rubbel die nächste Story frei
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