Da der Wachdienst ausfällt, sollen örtliche Polizeibeamte ein historisches Holztor der Stadt Neapel öffnen und schließen. Diese Lösung gefällt jedoch nicht allen.
Da der Wachdienst ausfällt, sollen örtliche Polizeibeamte ein historisches Holztor der Stadt Neapel öffnen und schließen. Diese Lösung gefällt jedoch nicht allen. In Neapel gibt es Ärger um ein historisches Holztor.
Am 8. August 2026 beschädigte ein Brand im Eingangsbereich des Gebäudes in der Via Verdi das Tor schwer und zerstörte die hölzerne Pförtnerloge, wie die Stadtverwaltung in einer. Die dort eingesetzten Wachleute der städtischen Beteiligungsgesellschaft Napoli Servizi wurden daraufhin an andere Dienstorte versetzt und bisher nicht wieder zurückbeordert. Über den Fall berichtet das italienische Nachrichtenportal „fanpage.it“.
Stattdessen sollten örtliche Polizeibeamte das Tor öffnen und schließen. Das Tor ist über 4 Meter hoch, nicht motorisiert und muss von Hand mittels schwerer Riegel geöffnet werden.
„Das Tor ist groß, es hat keinen Motor und wir sind keine Türsteher“, erklärten die Fach-Gewerkschaften Csa und Fp Cgil. Sie schickten der Verwaltung einen Warnbrief.
„Die örtliche Polizei übernimmt Justiz-, Verkehrspolizei- und Hilfssicherheitsaufgaben. Sie kann daher nicht in gewöhnlicher Weise als Concierge-Service oder für die Öffnung von Gemeindegebäuden genutzt werden, insbesondere nicht in Ermangelung eines effektiven Überwachungs- und Zugangskontrolldienstes“, heißt es in der Notiz laut „Fanpage.it“. Beamte dürften nicht für Portiersdienste herangezogen werden, da dies eine unzulässige Herabstufung darstelle. Am 28.
September 2026 erging dennoch eine offizielle Anweisung des Dezernats an die Führung der örtlichen Polizei, die morgendliche Toröffnung im Gebäude Via Verdi 35 wieder selbst durchzuführen. Daraufhin reichten die Gewerkschaften eine Aufforderung zur Unterlassung ein. Unter dem Beitrag finden sich etliche spöttische Kommentare in den sozialen Medien.
„Sind wohl alle damit beschäftigt, Kaffee an der Bar zu trinken“, bemerkt einer. „Ich komme! Einer muss die schweren Arbeiten ja erledigen“, schreibt ein anderer. Es gibt aber auch Verständnis.
„Wenn die Polizei Türöffner sein soll, müssten Portiere auf Verbrecherjagd gehen. Ich finde, sie haben Recht mit dem Protest“, lautet ein anderer Kommentar.beschrieben. Die Aufgaben reichen dabei von Verkehrsunterricht in Grundschulen und der Absicherung von Sportveranstaltungen über polizeiliche Präventionsberatung und Gefahrenabwehr bis hin zum Schutz staatlicher Einrichtungen und Amtsträger, der Verfolgung von Straftaten und der Bekämpfung des internationalen Terrorismus.
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