Der Aufsichtsrat von ProSiebenSat.1 besteht künftig aus zwei Mitgliedern weniger als bisher. Überraschungen blieben auf der Hauptversammlung aus. CEO Marco Giordani kündigte indes an, die Kosten 'streng kontrollieren' zu wollen.
Katharina Behrends, Michael Eifler, Thomas Ingelfinger und Simone Sole bleiben auch weiterhin im Aufsichtsrat von ProSiebenSat.1. Alle wurde sind am Mittwoch auf der ordentlichen Hauptversammlung gewählt worden.
Überraschend kommt das nicht: Die Hauptversammlung folgte nämlich den Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats. Behrends und Ingelfinger sind bereits seit 2023 Mitglieder des Gremiums, Eifler und Sole wurden im vergangenen Oktober gerichtlich bis zum Ende dieser Hauptversammlung bestellt. Insgesamt standen vier Sitze zur Wahl, weil die Hauptversamlung der Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat folgte, die Zahl der Aufsichtsratssitze von neun auf sieben zu reduzieren. Ausgeschieden sind in diesem Zusammenhang Katrin Burkhardt und Cai-Nicolas Ziegler, der bislang stellvertretender Vorsitzender war.
Neuer Stellvertreter von Maria Kyriacou ist nun Michael Eifler. Alle Mitglieder bekommen für ihre Arbeit künftig übrigens weniger Geld: Die Aktionärinnen und Aktionäre von ProSiebenSat.1 folgten auch dem Vorschlag, die Vergütung zu senken. Zugestimmt wurde indes auch der Zahlung einer Dividende in Höhe von 5 Cent pro Aktie. In seiner Rede sprach ProSiebenSat.1-CEO Marco Giordani zuvor noch einmal über die Neuausrichtung des Konzerns seit der Übernahme durch MFE.
"Wir hatten eine sehr diverse Struktur. Einige Bereiche wiesen Wachstum auf, andere hatten mit Rentabilitätsproblemen zu kämpfen. Wir haben den Konzern daher wieder auf das ausgerichtet, was wir am besten können: Unterhaltung", sagte Giordani.
"Das ist unser Erbe. Darin liegen unsere stärken.
" Man habe zugleich eine neue KPI eingeführt - den Total Video Reach. "Dieser KPI ist unser Leitstern - er bestimmt alles, was wir im Bereich der Distribution machen", betonte der CEO und verwies auf durchschnittlich rund 61 Millionen Menschen, die ProSiebenSat.1 monatlich in Deutschland erreiche. "Die Gesamtreichweite wird künftig unser wichtigster KPI sein. " Giordani kündigte zugleich an, die Kosten ebenso wie die Rendite"streng kontrollieren" zu wollen. URL zu diesem Artikel: https://www.dwdl.de/nachrichten/106574/prosiebensat1aufsichtsrat_kuenftig_kleiner_als_bisher/
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
SPD-Widerstand gegen Pflege-Reform wächstBerlin/Schwerin - In der Debatte um eine Reform der Pflegeversicherung wächst der Widerstand innerhalb der SPD gegen eine Mehrbelastung der Pflegebedürftigen im Heim.Der 'Bild' (Dienstagsausgabe) sagte
Weiterlesen »
Klimapolitik in der Chemieindustrie: Der Gewerkschafter, der gegen die CO2-Bepreisung kämpftMichael Vassiliadis, Chef der Chemiegewerkschaft, ist vom fossilen Schlag. Neuerdings wettert er gegen die CO2-Bepreisung. Er hat gute Gründe dafür.
Weiterlesen »
Nur der Dienstag ist frei: Der kuriose NFL-Spielplan der Seattle SeahawksEin Ausdruck der Entwicklung in der NFL.
Weiterlesen »
Zweifel an der Unabhängigkeit von ProSiebenSat.1Auf der Hauptversammlung von ProSiebenSat.1 hebt der Streubesitz das Fehlen eines Beherrschungsvertrags hervor. Angesichts der Dreiviertelmehrheit von Media for Europe ist die Abstimmung nur eine Formsache.
Weiterlesen »




