Putin schlägt Trump-Deal zum Verkauf von Lukoil-Auslandsgeschäft vor

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Putin schlägt Trump-Deal zum Verkauf von Lukoil-Auslandsgeschäft vor
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Laut New York Times hat Wladimir Putin US-Unterhändlern den Verkauf des Lukoil-Auslandsgeschäfts an US-Investoren vorgeschlagen. Das Treffen fand Anfang September in Moskau statt.

Laut einem aktuellen Medienbericht hat der russische Präsident Wladimir Putin (73) den US-Unterhändlern in den Ukraine-Verhandlungen ein brisantes Öl-Geschäft vorgeschlagen: den Verkauf des Auslandsgeschäfts des sanktionierten russischen Öl-Riesen Lukoil an US-Investoren. Das berichtet die New York Times. Putin brachte das Thema demnach bei seinem Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff (69) und dem Trump-Schwiegersohn Jared Kushner (45) Anfang September in Moskau persönlich zur Sprache.

Der Vorschlag könnte für den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump (80) aus zwei Gründen interessant sein. Der Kreml präsentierte das Geschäft als Signal, dass amerikanische und russische Unternehmen trotz des Krieges wieder zusammenarbeiten könnten. Tatsächlich geht es Moskau wohl vor allem darum, der Welt zu zeigen, dass es trotz seines Angriffs auf die Ukraine weiter Geld mit der Supermacht verdienen kann.

Hintergrund: Sanktionen gegen Lukoil

Lukoil ist wie andere russische Firmen seit Beginn des Krieges in der Ukraine sanktioniert. Das Auslandsvermögen des Konzerns wurde eingefroren. Noch vor Kurzem hätten sich die USA auf einen solchen Deal nur eingelassen, wenn Russland im Gegenzug Zugeständnisse gemacht hätte.

Der Verkauf des Auslandsgeschäfts von Lukoil wäre ein komplexer Vorgang, der die Aufhebung von Sanktionen oder eine Ausnahmeregelung erfordern würde. Die US-Regierung hat bislang keine offizielle Position zu dem Bericht bezogen.

Verbindungen der Bieter zum Trump-Umfeld

Besonders brisant sind die Verbindungen, die die New York Times zwischen den favorisierten Bietern und dem Trump-Umfeld aufdeckt. So spendete der Unternehmer Todd Boehly (53) laut der Zeitung insgesamt zwei Millionen Dollar an Trump-nahe Organisationen.

Ebenfalls beteiligt sein sollen die katarischen Unternehmer Moutaz (43) und Ramez Al-Khayyat (42), die geschäftliche Beziehungen zu Jared Kushner und Trump-Tochter Ivanka (44) pflegen. Als Käufer infrage kommt wohl auch ein Investmentfonds aus Abu Dhabi unter der Kontrolle von Scheich Tahnoon bin Zayed Al Nahyan (57). Dieser steht wiederum in Verbindung zu Unternehmen, an denen sowohl das Trump-Umfeld als auch Kushner beteiligt waren oder sind.

Direkte Hinweise darauf, dass Witkoff oder Kushner persönlich von dem Geschäft profitieren würden, gibt es laut Bericht allerdings nicht. Die New York Times betont, dass es keine Beweise für eine direkte Bereicherung gebe.

Politische Implikationen und Reaktionen

Der Bericht wirft Fragen über die Verflechtung von wirtschaftlichen Interessen und politischen Verhandlungen auf. Kritiker könnten argumentieren, dass ein solcher Deal die Sanktionen gegen Russland untergraben würde. Befürworter könnten hingegen auf wirtschaftliche Chancen verweisen.

Die Ukraine-Verhandlungen stocken seit Monaten. Ein möglicher Öl-Deal könnte die Dynamik verändern, aber auch neue Spannungen erzeugen. Die USA haben wiederholt betont, dass sie die Sanktionen gegen Russland aufrechterhalten wollen, solange der Krieg andauert.

Ob es tatsächlich zu einem Verkauf kommt, ist unklar. Die Gespräche befinden sich laut dem Bericht in einem frühen Stadium. Weitere Entwicklungen bleiben abzuwarten.

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