Bis Ende August wurden laut eines Berichts bereits mehr Taten gegen die LGBTQ-Community registriert als im gesamten Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen sind trans* Menschen.
Der Berliner Senat setzte sich am Donnerstag gleich in zweifacher Hinsicht mit dem queerfeindlicher Hasskriminalität auseinander. Zum einen stellte der Arbeitskreis „Bekämpfung homophober und transfeindlicher Gewalt“ seinen Abschlussbericht vor. Er wurde im Dezember 2021 eingesetzt, um die Strafverfolgung und Kompetenz im Umgang mit queerfeindlicher Gewalt zu verbessern. Darüber hinaus wurde das zweite Berliner Monitoring von trans- und homophober Gewalt präsentiert.
Die Zahlen queerfeindlicher Fälle im Jahr 2023 haben bereits zum Zeitpunkt Ende August das Vorjahresniveau erreicht , berichtete unter anderem Lea Lolhöffel vom „Berliner Register“. Auch weitere Vertreter des Arbeitskreises berichten von einem „extremen Anstieg der Fallzahlen“. Zwar sei die generelle Anzeigebereitschaft gestiegen, gleichzeitig sorge aber die größere Sichtbarkeit der Community für mehr Fälle.
Cansel Kiziltepe , Senatorin für Antidiskriminierung, verurteilte die „besorgniserregenden hohen Zahlen“, sieht die Hauptstadt dennoch als Vorreiter in der Bekämpfung von Gewalt gegen die LGBTQ-Community. So gebe es im bundesweiten Vergleich eine „einzigartige Infrastruktur“, wie Ansprechpersonen bei Polizei und Staatsanwaltschaft.
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