In Polen schlägt nahe der Grenze zur Ukraine eine Rakete ein und tötet zwei Menschen. Auch wenn es sich wohl um eine ukrainische Flugabwehrrakete handelt, ist die Nato alarmiert. Ein Bericht von kapstory
Einerseits. Andererseits wollte die transatlantische Verteidigungsallianz so besonnen, maßvoll und zurückhaltend reagieren wie möglich und erst einmal die Lage prüfen. Dann gab es Entwarnung. Vorläufige Analysen legten nahe, so verkündete Generalsekretär Jens Stoltenberg, dass die Explosion wohl von einer ukrainischen Abfangrakete verursacht wurde, die zur Abwehr russischer Raketenangriffe abgefeuert worden sei.
. Dasist sowjetischer Bauart und ein wesentlicher Bestandteil der ukrainischen Flugabwehr, die Tag für Tag enorm beschäftigt ist. Es gebe „keinen Hinweis auf einen vorsätzlichen Angriff“ auf den osteuropäischen Mitgliedstaat, sagte Stoltenberg. „Was passiert ist, nämlich dass eine Rakete auf unser Territorium fiel, war keine vorsätzliche Handlung“, bestätigt der polnische Präsident Andrzej Duda.Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die glomex GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten, auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz Niveau, worin Sie ausdrücklich einwilligen. Die Einwilligung gilt für Ihren aktuellen Seitenbesuch, kann aber bereits währenddessen von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden.Trotzdem, politisch dürfte das Unglück Polens Stimme künftig deutlich mehr Gewicht geben. Moskau hatte schon am Dienstag dementiert, Ziele im Grenzgebiet beschossen zu haben, und bezeichnete die Berichte als „bewusste Provokation“. Seit der erneuten Invasion Russlands in die Ukraine am 24. Februar dieses Jahres legt die Allianz größten Wert darauf, nicht als Kriegspartei zu gelten. Eine weitere Eskalation soll mit allen Mitteln verhindert werden. Gleichwohl aber betont die Nato immer wieder, das Bündnisgebiet verteidigen zu wollen, sollte es zu einem Angriff kommen. Als umso brisanter wurde deshalb der militärische Zwischenfall an der Grenze betrachtet. Doch auch wenn der Irrläufer von ukrainischen Luftabwehrsystemen stamme, treffe nicht die Ukraine die Schuld, wie Stoltenberg mehrmals bekräftigte.Es handele sich um „eine direkte Folge des andauernden Krieges“. Das attackierte Land habe jedes Recht, sich zu wehren. Dass der Kreml offensive militärische Aktionen gegen das Bündnis plane, dafür gebe es laut Stoltenberg keine Anzeichen. Er versicherte aber, dass sich die Nato auf Unfälle wie diesen vorbereite, um zu verhindern, dass sie passieren – „und wenn sie passieren, um sicherzustellen, dass sie nicht aus dem Ruder laufen“. Die Allianz sei darauf eingestellt, mit solchen Situationen „standfest, ruhig und entschlossen“ umzugehen.
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