Der Libanon schiebt vermehrt syrische Geflüchtete in ihr Heimatland ab. Während der Wirtschaftskrise werden sie immer mehr als Last gesehen.
BEIRUT taz | Die libanesische Regierung geht verschärft gegen syrische Geflüchtete vor. Am Dienstag beschloss der geschäftsführende Innenminister, Bassam Mawlawi, einen Zensus von nicht registrierten Syrer*innen durchzuführen. Er verbot den Kommunen die Vermietung von Immobilien oder die Ausstellung von Dokumenten an sie. Es ist der jüngste Schritt der seit Jahren fortdauernden aggressiven Rhetorik gegen Schutzsuchende.
Der Libanon steckt in einer Wirtschaftskrise, aus der er durch politische Blockaden nicht hinauskommt. Weil es an Geldern mangelt und um von der eigenen Untätigkeit abzulenken, verschärft die Regierung die Maßnahmen gegen syrische Geflüchtete. Sie seien eine Belastung für die Bevölkerung, die selbst unter der Inflation leidet.
Der Rassismus der Regierung spiegelt sich auch in der Bevölkerung wider. Am Dienstag postete ein syrischer Journalist auf Twitter Fotos von drei Syrern, die in unterschiedlichen Gegenden im Libanon von Libanes*innen geschlagen beziehungsweise mit Messern attackiert wurden. Die Täter sollen gesagt haben, die Syrer sollten das Land verlassen.
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