Dass die Sicherheitskräfte massiv gegen Reichsbürger vorgegangen sind, ist richtig und ein wichtiges Signal. Der Druck muss dennoch stärker werden.
Überstellung der verdächtigen Reichsbürger zum Bundesgerichtshof nach Karlsruhe am 7. Dezember Foto: Uli Deck/dpa
Planung eines Umsturzes, lautet der Vorwurf. Es war die größte Terrorrazzia seit Jahrzehnten. Und es hätte niemanden überraschen dürfen. Die Reichsbürgerszene kennzeichnet von jeher große Gewaltbereitschaft. Es hat nur keiner hingeschaut. Zu verlockend ist es, das Milieu als spinnert abzutun. Menschen, die an den Fortbestand des Deutschen Reichs glauben, an eine BRD, die nur eine GmbH ist, die sich eigene Ausweise drucken und Ordnungsämter nerven.
Dennoch drängt auch jetzt wieder die Spinnerei in den Vordergrund. Ein 71-jähriger Adels-Nachfahre als Terroranführer, ein bundesweiter Systemsturz – irre. Zugegeben. Und trotzdem gefährlich. Das beweisen die Waffenfunde. Und die verhafteten Sicherheitsbediensteten, die offenbar zu allem entschlossen waren. Es braucht keinen Umsturz, sondern nur wenige Schüsse, um großes Unheil anzurichten.
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