Premier Viktor Orbán verdeutlicht Ungarns Sonderweg in einer Rede. Er sucht Nähe zu Russland und spricht von „Völkervermischung“ in Westeuropa. Ein Text von LeonhardRalf
WIEN taz | „Wenn wir uns aus dem Krieg, der Migration, aus Gender-Wahnsinn, der globalen Mindeststeuer und der wirtschaftlichen Migration heraushalten, wird Ungarn erfolgreich bleiben.“ Für seine Bekräftigung des ungarischen Sonderweges und eine Vision für 2030 wählte Premier Viktor Orbán am Samstag den Kurort Băile Tușnad , der in einem kompakten ungarischen Siedlungsgebiet im rumänischen Siebenbürgen liegt.
Was in der Praxis bereits geschieht. Außenminister Péter Szijjartó war am Donnerstag in Moskau, um am europäischen Energiekrisenmanagement vorbei, die sichere Gasversorgung aus Russland für Ungarn zu vereinbaren. Bei einem Treffen mit Amtskollegen Sergej Lawrow, bat der Ungar um zusätzliche 700 Millionen Kubikmeter Gas zu einem bereits im Vorjahr unterzeichneten Gasliefervertrag mit Gazprom über 4,5 Milliarden Kubikmeter in 15 Jahren.
„Das ist nicht unser Krieg“, machte Orbán seinen Standpunkt nochmals klar. Der einzige Weg, weiteres Blutvergießen zu vermeiden, seien direkte Verhandlungen zwischen Washington und Moskau. Er gab sich überzeugt, dass der Krieg gar nicht ausgebrochen wären, wenn in den USA noch sein Freund Donald Trump und in Berlin noch Angelas Merkel am Ruder säßen.
„Sie sollen leben, wie sie wollen, aber sie sollen auch uns leben lassen, wie wir wollen“, forderte Orbán in Anspielung auf ein EU-Vertragsverletzungsverfahren wegen eines ungarischen Gesetzes, das die Informationsrechte über Homosexuelle und Transsexuelle einschränkt und damit auf eine Einschränkung der universitären Freiheit, die Zensur von Aufklärungsbüchern und eine Zunahme der Homophobie hinausläuft.
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